Eis und Schnee vertreiben Autofahrer

Von Simon Eppenberger . Aktualisiert am 02.02.2010
Trotz der glatten Strassen gab es am Dienstag nur eine Handvoll Unfälle. Tausende Autofahrer lassen den Wagen stehen und nehmen den Zug.
Schnee auf Zürichs Strassen: Viele Autofahrer lassen ihr Fahrzeug stehen. Bild: KEYSTONE/AP

Klirrend kalt begann der Dienstagmorgen, viele Strassen waren vereist oder schneebedeckt. Bei diesen Bedingungen kracht es im Strassenverkehr üblicherweise gleich dutzendweise. Vergangene Woche ereigneten sich in wenigen Stunden 40 Unfälle.

Doch die Autofahrer sind vorsichtiger geworden. Am Dienstag ereigneten sich in drei Stunden lediglich ein halbes Dutzend Blechschäden – so wenige wie selten. «Auf den Strassen ist es unterdurchschnittlich ruhig», sagt Stefan Oberlin, Sprecher der Kantonspolizei Zürich auf Anfrage. Grund: Es hat weniger Verkehr als üblich.

Beheizte Weichen

Unzählige Pendler steigen auf den Zug um. «Wir stellen einen grossen Anstieg an Passagieren fest», sagt Roman Marti, Sprecher der SBB gegenüber Tagesanzeiger.ch. Exakte Zahlen liegen keine vor, doch die S-Bahn ist gemäss Marti deutlich stärker ausgelastet als etwa bei Regen, wenn viele Velofahrer ihr Rad stehen lassen.

«Offensichtlich ist den Leuten bei Eis und Schnee wohler im öffentlichen Verkehr», sagt Marti. Während auf der Strasse Unfälle schnell zu Staus führen können, funktionierte der Bahnbetrieb ohne grössere Verspätungen. «Wir haben lange Erfahrungen mit dem Winter und sind beispielsweise mit beheizten Weichen auf kalte Temperaturen vorbereitet», sagt Marti.

( Tagesanzeiger.ch/Newsnet )

Erstellt: 02.02.2010, 11:23 Uhr

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