Gefährliches Eis

Aktualisiert am 13.02.2012
Die Freude am Eis in Zürich ist bald vorbei. Die Polizei warnt davor, nicht freigegebene Weiher und Seen zu betreten. Besonders kleine Gewässer dürfen nicht unterschätzt werden.
topelement Erstarrt: Im Sihltal hat die Kälte Wasserfälle und Bäche... Bild: Leserreporter Mehr Bilder (13)

Derzeit können im Kanton Zürich ausser dem Zürich- und Greifensee alle grösseren Gewässer betreten werden. Alleine auf dem Pfäffikersee tummelten sich am Wochenende rund 20'000 Leute. Und in Rapperswil konnte sogar das gefrorene Hafenbecken im Obersee freigegeben werden.

Doch der Spass auf dem Eis währt nicht mehr lange. In den kommenden Tagen steigen die Temperaturen, bereits ab Dienstag steigt das Thermometer tagsüber über die Nullgradgrenze. Im Pfäffikersee hat sich bereits ein grosser Riss gebildet. Wie lange die Eisflächen noch offen sind, wird deshalb täglich neu entschieden.

In der Stadt Zürich ist momentan lediglich die Eisfläche des Katzensees für die Bevölkerung geöffnet. Alle anderen kleinen Seen, Weiher und Gewässer wie zum Beispiel der Büsisee in Affoltern oder der Weiher im Irchelpark im Kreis 6 sind gesperrt. Obwohl kleine Seen und Weiher schneller gefrieren als grössere Gewässer, heisst das nicht, dass diese ohne Gefahr betreten werden können.

Fliessendes Wasser schwächt Eis

Grund: Je nach Zu- und Abflussgeschwindigkeit des Wassers kann sich die Eisschicht stark verändern und das Eis ist dadurch nicht überall gleich dick. Werden solche Eisflächen betreten, besteht die Gefahr, dass man im Eis einbricht. Die Polizei warnt daher eindringlich davor, solche Eisflächen zu betreten, wie die Stapo in einer Mitteilung schreibt. Sämtliche Gewässer, die nicht ausdrücklich frei gegeben sind, gelten deshalb als gesperrt.

Die Kälte bringt aber nicht nur Schlittschuhläufer auf Touren. Auch Spaziergänger abseits der Gewässer kommen auf ihre Kosten. So haben sich im Sihltal wunderschöne Skulpturen und Zapfen aus Eis gebildet, wie Bilder eines Leserreporters zeigen.

(ep)

Erstellt: 13.02.2012, 17:03 Uhr

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