Das teilte die Vereinigung gestern Donnerstagabend mit. Sie fordert eine Wahlfreiheit innerhalb der staatlichen Schulen. Zudem verlangt das Volksbegehren, dass alle staatlich anerkannten Privatschulen ab der Mittelstufe mit einer Pro-Kind-Pauschale subventioniert werden, die dem Aufwand für den Platz in einer öffentlichen Schule entspricht. Das garantiere, dass sie in einen pädagogischen Wettbewerb treten könnten.
Initiativen für die freie Schulwahl sind auch in Thurgau, St. Gallen, Solothurn und Basel-Stadt hängig. Im Kanton Baselland schickte das Volk die Forderung im Herbst 2008 bachab. Die Elternlobby ging danach über die Bücher und hat ihr Anliegen entschärft. Ursprünglich hatten die Initianten verlangt, dass die freie Schulwahl auch für alle privaten und damit auch für religiöse Schulen gilt.
«Erfolgsmodell» bedroht
Gegen das Begehren formiert sich bereits Widerstand. So teilte das neugegründete «Komitee für unsere starke Volksschule» mit, die Volksinitiative wolle dem «Erfolgsmodell» Volksschule die Grundlage entziehen. Das Komitee setzt sich aus sechs verschiedenen schulnahen Organisationen zusammen.
Die Zürcher Volksschule habe in den 175 Jahren ihres Bestehens bewiesen, dass sie den Herausforderungen der jeweiligen Zeit «gewachsen war und ist», schreibt das Komitee weiter. Mehr Wettbewerb führe weder zu mehr Qualität der einzelnen Schulen noch zu besseren Leistungen der Schülerinnen und Schüler.
(Tages-Anzeiger)