Zumindest sei eine mehrjährige Übergangslösung nötig, bis für den Chor eine neue Trägerschaft gefunden und die Finanzierung nachhaltig gesichert sei. Das Geld für die Übergangslösung könnte gemäss den Postulanten aus dem kantonalen Lotteriefonds kommen.
Der Schweizer Kammerchor sei der einzige professionelle Konzertchor der Schweiz. 2011 drohe die Auflösung des Chors, wenn Tonhalle, Stadt und Kanton Zürich sowie der Bund dem Chor die notwendigen Mittel entzögen, heisst es in der Postulatsbegründung. Nach Ansicht von Postulant Willy Germann (CVP, Winterthur) wäre die Auflösung des Kammerchors ein «Kulturverlust ersten Ranges».
«Wir können uns das nicht leisten»
Hans Läubli (Grüne, Affoltern a.A.) findet den Rettungsversuch «ehrenhaft, aber nicht sinnvoll». Es sei nicht Aufgabe des Kantons Zürich, einen schweizerischen Chor allein zu finanzieren. «Wir können es uns nicht leisten, die wenigen Kulturgelder hier zu investieren», sagte er.
Der Kantonsrat hat am Montag ein Postulat von CVP, GLP und EVP mit 115 Stimmen für dringlich erklärt. Die Regierung muss nun innert vier Wochen Stellung nehmen.
(fsc/sda)