Es war eine Schrecksekunde, als Christoph Blocher nach einem Interview mit Tele-Züri-Moderator Markus Gilli urplötzlich aus dem Bild verschwand und vom Podest stürzte. Doch der SVP-Politiker stand sogleich wieder auf den Füssen – er hat sich glücklicherweise nicht verletzt. Das Video hat – Youtube sei Dank – so ziemlich jeder in diesem Land schon einmal gesehen. Jetzt ist das Filmchen vom Zürcher Sechseläuten 2005 wieder zurück auf der grossen Bühne.
Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) verwendet die Bilder zusammen mit anderen Stolperszenen für eine neue Kampagne, welche vor solchen Unfällen warnen soll. Denn diese Malheurs verursachen in der Schweiz jährlich Versicherungskosten von rund 950 Millionen Franken. Ziel der Suva ist es, die Zahl der Stolperunfälle in den nächsten vier Jahren um fünf Prozent senken zu senken – das wären 12'000 Unfälle weniger.
«Ich geniere mich nicht deswegen»
Christoph Blocher hat seine Einwilligung für den Film gegeben. «Wenn diese Aufnahmen der Suva helfen, Stolperunfälle zu verhindern, dann soll sie das machen.», sagt er gegenüber TeleZüri. «Ich geniere mich nicht deswegen, ich habe einfach nicht aufgepasst.»
Bei der Suva freut man sich sehr über die prominente Unterstützung. Suva-Kampagnenleiter Raphael Ammann sagt: «Herr Blocher gibt dieser Kampagne ein Gesicht. Über das Thema Stolpern redet man ja nicht so gerne, ich finde es super, dass er da mitmacht.»
(bru)