Das gepanzerte Eisentier: Seit es im Oktober 2011 in den Zoo Zürich verlegt wurde, hat es sich zu einem echten Publikumsliebling gemausert. Bild: PD
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Mehr als 20 Jahre lang stand die bekannte Eisenplastik des Zürcher Künstlers John A. Tobler vor der Filiale der Zürcher Kantonalbank (ZKB) an der Bahnhofstrasse. Am 10. Oktober 2011 wechselte das lebensgrosse Nashorn seinen Standort, weil der ZKB-Hauptsitz umgebaut wird. Die Plastik wurde beim Aussengehege der Ostafrikanischen Spitzmaulnashörner aufgestellt – und macht dort seinen Artgenossen aus Fleisch und Blut regelrecht Konkurrenz.
13'500 Gruppenbilder mit Nashorn
Das eiserne Nashorn, das bereits an seinem bisherigen Standort zu den am meisten fotografierten Objekten der Stadt Zürich gehört, hat sich auch im Zürcher Zoo zu einem echten Renner gemausert. Zoobesucher können sich dort nämlich zusammen mit der gepanzerten Skulptur ablichten lassen. An einer Postkarten-Printstation wird das Bild danach kostenlos ausgedruckt.
«Bis anhin wurden bereits mehr als 13'500 Bilder gemacht», erklärt Evelyne Brönnimann von der ZKB-Pressestelle auf Anfrage. Hinzu kämen noch die per E-Mail versandten Fotos. «Diese lassen sich allerdings nicht beziffern.»
Auch Roger Graf, Leiter Zoo-Information, ist über den Erfolg des Exil-Nashorns bei den Zoobesuchern erfreut. «Es ist ein sehr attraktives und imposantes Objekt. An diesem Nashorn geht kaum jemand vorbei, ohne es sich genauer anzusehen», sagt er gegenüber Tagesanzeiger.ch. Dem Zoo Zürich komme das grosse Aufsehen, das die Skulptur bewirke, sehr gelegen: «Wir haben ein Nashornschutzprojekt für bedrohte Tiere in Afrika. Wenn wir so die Aufmerksamkeit auf diese Problematik richten können, ist das natürlich ein sehr positiver Nebeneffekt.»
Umbau der ZKB: Gestaltungsplan wird realisiert
Das Exil des berühmtesten Nashorns von Zürich wird noch einige Jahre andauern. «Der Umbau des ZKB-Hauptgebäudes kann voraussichtlich im Sommer dieses Jahres in Angriff genommen werden», so Brönnimann. Die Arbeiten würden derzeit nach Plan verlaufen. «Momentan sind die Baubewilligungen auf dem Behördenweg.»
Da die ZKB den Gestaltungsplan und das Studienauftragsverfahren in enger Zusammenarbeit mit Vertretern des Amtes für Städtebau und der Denkmalpflege erstellt habe, könne das Projekt «Umbau Hauptgebäude» nach Plan realisiert werden. «Konzessionen mussten einzig bei der Anzahl der Parkplätze gemacht werden.» Genaue Zahlen konnte Brönnimann allerdings nicht bekannt geben.
( Tagesanzeiger.ch/Newsnet )
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