«Das waren aussergewöhnlich viele Raubüberfälle»

Von Simon Eppenberger . Aktualisiert am 17.11.2009
Am Wochenende ereigneten sich fünf Raubüberfälle in knapp zwölf Stunden. Diese Häufung von Gewalttaten schreckt auf. Die Polizei sagt: «Wir stossen an personelle Grenzen.»

In der Nacht auf den Sonntag sind innerhalb von knapp zwölf Stunden fünf Personen in Zürich brutal überfallen worden. Die Opfer wurden teilweise geschlagen und massiv verletzt. Von den zehn Tätern sind zwei festgenommen worden, acht konnten fliehen. Bereits am vergangenen Mittwoch schreckte ein Serie von Überfällen in Zürich Nord auf. Innerhalb von drei Stunden wurden drei Personen beraubt.

«Das waren aussergewöhnlich viele Raubüberfälle», sagt Michael Wirz, Sprecher der Stadtpolizei auf Anfrage. Derzeit läuft die Fahndung nach den Tätern. Dabei wird auch abgeklärt, ob zwischen den Fällen ein Zusammenhang besteht, sagt Wirz.

Polizei analysiert laufend

Obwohl die Serie von Gewalttaten aufschreckt, haben die Vorfälle keinen unmittelbaren Einfluss auf die Präsenz der Polizei. «Die Fälle werden laufend ausgewertet», sagt Wirz.

Dafür ist bei der Stadtpolizei eine eigene Abteilung zuständig, welche die Kriminalität in Zürich analysiert. «Wenn Schwerpunkte erkennbar sind, werden die Einsätze entsprechend angepasst», sagt Wirz. Berücksichtigt werden jedoch längere Zeiträume als nur ein Wochenende.

«Personell an den Grenzen»

Laut Wirz ist die Polizei wann immer möglich auf Patrouille. «Wenn sich die Einsätze jedoch häufen, stossen wir an personelle Grenzen.» Das werde besonders am Wochenende deutlich. «In den letzten zehn Jahren hat sich immer mehr eine 24-Stunden-Gesellschaft gebildet.»

Vor 10 Jahren habe es rund 90 Clubs gegeben, die nach Mitternacht offen waren – heute sind es rund 600. «Das hat das Ausgehverhalten nachhaltig verändert», sagt Wirz.

( Tagesanzeiger.ch/Newsnet )

Erstellt: 17.11.2009, 11:08 Uhr

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