Amokfahrt oder Unfall? Der Lenker eines PKW ist am vergangenen Freitagmorgen in eine Gruppe von fünf Personen gefahren, die vor der Lambada-Bar standen. Ein Mann starb noch auf der Unfallstelle. Bild: Jvo Cukas
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Am vergangenen Freitagmorgen war der 25-jährige Schweizer mit seinem Chrysler in eine Menschengruppe gerast, die vor dem Langstrassen-Klub Lambada stand. Bilanz: ein Toter, vier zum Teil Schwerverletzte. Gegen den Lenker hat die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat inzwischen ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung eröffnet, wie sie gestern mitteilte. Gleichzeitig hat sie für ihn Untersuchungshaft beantragt. Das Zwangsmassnahmengericht wird voraussichtlich heute Dienstag darüber befinden.
Mit Glas oder Eisenstange traktiert
Im Gegensatz zu ersten Gerüchten, die einen vorsätzlichen Crash kolportierten, gehen die Behörden von einem Unfall aus. Hinweise, dass der Fahrer seinen Wagen absichtlich in die Menschengruppe gelenkt habe, gebe es derzeit keine, heisst es im Communiqué. Die erste Einvernahme des Fahrers am Samstag dürfte mit zu diesem Befund geführt haben. Der genaue Ablauf des Unfalls hingegen ist noch immer Gegenstand der Ermittlungen, ebenso die Frage, wie stark der Lenker betrunken gewesen ist.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, dass er unter Alkoholeinfluss am Steuer sass. In diese Richtung weisen auch Augenzeugen, die den Mann im Laufe der Nacht in verschieden Milieubars haben trinken sehen. In einer der Bars soll es dabei zu einem blutigen Streit gekommen sein, in dessen Verlauf der 25-Jährige eine Frau je nach Quelle mit einem Glas oder einer Eisenstange traktiert haben soll. Die Staatsanwaltschaft bestätigte dazu nur, dass diesbezüglich ermittelt werde. Anzunehmen ist auch, dass abgeklärt wird, wie dieser Vorfall im Zusammenhang mit dem späteren Unglück steht. Die vier Verletzten – eine Frau und drei Männer zwischen 21 und 36 Jahren – sind laut Staatsanwaltschaft weiterhin in Spitalpflege. Der Zustand eines der Opfer sei dabei nach wie vor kritisch.
(Tages-Anzeiger)
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