Gemäss ersten Skizzen könnte das neue Hardturmstadion so aussehen.
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Das Projekt für ein Hardturmstadion mit Mantelnutzung und Platz für 30'000 Fans, gegen das sich die IG Hardturmquartier vehement gewehrt hat, ist nun definitiv vom Tisch. Wie fühlen Sie sich nach diesem Sieg?
Dass wir mit unserer Parole Fussball statt Shopping Recht bekommen haben, freut uns natürlich sehr. Ich möchte aber betonen, dass nicht die hängigen Rechtsverfahren das Projekt gebodigt haben. Das Projekt selbst ist schlicht zu teuer und entspricht nicht den baurechtlichen Vorgaben.
Aber Sie haben den Rechtsweg immer wieder bemüht.
Ein Ende des Rechtsstreits wäre zumindest jetzt absehbar gewesen. Ich weiss nicht, ob wir den Entscheid zum Grundwasserproblem weitergezogen hätten. Wir sind nie ans Bundesgericht gelangt, es war die CS, die sogar zweimal das Bundesgericht anrief, als wir nicht mehr weitergezogen hätten. Daher brachte nicht das Rechtsverfahren sondern die fehlende Wirtschaftlichkeit das Projekt zum Fall.
Was halten Sie vom neuen Projekt?
Das Nutzungskonzept ist gut. Zu der Architektur kann ich mich derzeit aber noch nicht äussern. Ein Fussballstadion und daneben Wohnungen entspricht unserer Forderung. Wohnungen sind dringend nötig im Quartier. Hauptsache es entstehen keine weiteren Luxuswohnungen.
Das klingt bereits nach einem neuen Zankapfel. Will die IG Hardturm auch gegen das neue Projekt rekurrieren?
Wenn das Projekt den baugesetzlichen Vorschriften entspricht, kann man nicht dagegen vorgehen. Es herrscht allerdings ein Mangel an bezahlbarem Wohnraum im Quartier und weil sehr viele Luxusprojekte entstanden sind, ist eine Durchmischung nicht mehr gewährleistet. Für Familien ist das Quartier unerschwinglich, und die Infrastruktur für ein lebendiges Quartier fehlt. Wir freuen uns, dass das neue Projekt im Dialog mit dem Quartier entwickelt werden soll.
Einem Fussballstadion stellen Sie sich nicht in den Weg?
Wir haben immer gesagt, dass wir nicht gegen Fussball sind. Wir leben seit Jahren mit ihm und haben auch den Abbruch des alten Stadions bedauert.
Werden heute im Quartier die Korken knallen?
Ich denke, die Korken werden insbesondere bei den Fussballfans knallen. Ein Stadion mit 30'000 Plätzen, da kommt keine Stimmung auf, wenn nur ein paar Tausend Fans zuschauen. Ein kleineres, gemütliches Stadion für 20'000 Fans ist besser. Da ist man viel näher am Fussball.
( Tagesanzeiger.ch/Newsnet )