Polizeivorsteher Daniel Leupi will mehr Polizeipräsenz auf den Strassen Zürichs. Markus Heinzer, newspictures
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«Wir mussten uns mit Schadensbegrenzung begnügen», sagt der Medienchef der Stadtpolizei Marco Cortesi nach den jüngsten Krawallen. Die Polizei war überrumpelt. Um einer solchen spontanen Demonstration jederzeit Herr zu werden, bräuchte es viel grösserere personelle Ressourcen.
Genau das fordern Politiker von links bis rechts in ersten Stellungnahmen. SVP-Gemeinderat Mauro Tuena sagte: «Wir müssen mehr Geld für Sicherheit in der Stadt ausgeben.» Die Bürgerlichen hätten darum im Budget 2010 einen Ausbau der Stadtpolizei um 15 Stellen gefordert (1,8 Millionen Franken), seien aber an Grünen und SP gescheitert.
Für Urs Egger (FDP) muss an Wochenenden mehr Polizei im Einsatz stehen. «Es braucht Präsenz an neuralgischen Orten.» Selbst Claudia Nielsen (SP) will prüfen, ob der Wochenenddienst der Polizei ausgebaut werden müsste. «Es darf aber nicht zu Lasten der anderen Dienste gehen.» Es brauche mehr Polizisten. Die Budgetdebatte sei damals einfach nicht der richtige Zeitpunkt für eine solche Diskussion gewesen.
Nielsen ist «gespannt auf die Erklärungen der Polizei, weshalb es zu keinen Verhaftungen gekommen ist.» Verantwortlich für den Einsatz sei der Kommandant und nicht Polizeivorsteherin Esther Maurer (SP), nimmt Nielsen ihre Parteikollegin in Schutz. Diese war gestern für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Einig sind sich die drei Zürcher Stadtratskandidaten auch darin, dass der Saubannerzug vom Samstag nicht als eigentliche Demonstration bezeichnet werden kann. Dazu hätte eine politische Aussage gehört. Doch eine solche liessen die jungen Chaoten völlig vermissen.
(Tages-Anzeiger)