Ledergerber zur Kindermädchen-Affäre

Aktualisiert am 29.06.2009
Lange hat er geschwiegen. Doch gestern hat sich Elmar Ledergerber im «SonntagsBlick» doch noch zur Kindermädchen-Affäre geäussert.

Der damalige SP-Stadtpräsident hatte Regierungsrätin Rita Fuhrer (SVP) vor drei Jahren darum gebeten, sich in Bern um eine Arbeitsbewilligung für die bulgarische Nanny von Schauspielhausdirektor Matthias Hartmann zu bemühen. Und Fuhrer tat ihm den Gefallen – trotz Verdachts auf Schwarzarbeit. «Jeder in diesem Land darf der Regierung einen Bittbrief schreiben», sagt Ledergerber nun. Als Arbeitgeber sei es nichts als loyal, Mitarbeitenden nach Möglichkeit zu helfen. Dabei sei es nicht um Sonderrechte für Gutbetuchte gegangen. «Jede gute Unternehmung unterstützt ihre Leute, die sie aus dem Ausland rekrutiert. Dies zu skandalisieren, finde ich verfehlt», sagte der 65-Jährige im Interview. Er habe Hartmann auch keine Arbeitsbewilligung für sein Kindermädchen versprochen, um ihn nach Zürich zu locken. (pak)

Erstellt: 29.06.2009, 04:00 Uhr

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