Leiche in Seebach: Drama unter Randständigen

Aktualisiert am 11.03.2010
Mit einem Stich in die Brust hat eine 48-jährige Schweizerin einen Mann getötet. Offenbar waren Täter und Opfer ein Paar, das immer wieder lautstark gestritten hatte.
topelement In diesem Haus in Seebach ereignete sich das Tötungsdelikt. Markus Heinzer, newspictures Mehr Bilder (4)

Am Dienstagabend, 9. März, wurde in Zürich-Seebach ein 46-jähriger Mann tot aufgefunden, noch am selben Tag wurde die 48-jährige Mitbewohnerin des Opfers verhaftet. Die Frau ist Schweizerin ausländischer Herkunft. Laut Aussagen von Nachbarn handelt es sich um eine Afrikanerin.

Ein Bewohner des Mehrfamilienhauses hatte am Dienstagabend die Polizei alarmiert, weil er in der unverschlossenen Wohnung einen regungslosen Mann entdeckt hatte.

Nachbarn hörten das Paar häufig streiten

Die Obduktion des Getöteten durch das Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich ergab, dass der Mann durch eine Stichverletzung im linken Brustbereich getötet wurde. Wie die Staatsanwaltschaft heute Donnerstag mitteilt, hat die 48-Jährige inzwischen gestanden, dem Mann eine Stichverletzung zugefügt zu haben.

Der Mann lebte in einem Mehrfamilienhaus in Zürich-Seebach. Nachbarn sagen, er sei Alkoholiker gewesen und habe in den letzten Jahren nicht mehr gearbeitet und Sozialhilfe bezogen. Bei der Verhafteten handelt es sich angeblich um die Lebenspartnerin des Opfers. Die Frau lebte demnach erst seit einigen Monaten in der Wohnung.

Untersuchungshaft beantragt

Die zuständige Staatsanwältin Françoise Stadelmann wollte sich allerdings nicht zur Beziehung zwischen Täter und Opfer äussern. Nachbarn sagen jedoch, dass es zwischen den beiden häufig zu lautstarken Auseinandersetzungen gekommen sei. Die Wohnungstüre sei immer wieder offen gestanden. Kürzlich habe die Feuerwehr wegen starkem Rauch in der Küche zu dem Paar ausrücken müssen.

Es wurde Untersuchungshaft beantragt. Der Haftrichter hat über diesen Antrag noch nicht entschieden. Die Hintergründe, die zu dieser Tat führten, sind noch nicht geklärt.

(fsc/hoh)

Erstellt: 11.03.2010, 15:01 Uhr

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