Oxa-Besitzer: «Jeder Anwohner hat gewusst, wo er hinzieht»

Von Felix Schindler . Aktualisiert am 02.12.2008
Die Kritik der Anwohner am Oxa war heftig, aber bisher schwiegen die Club-Verantwortlichen. Jetzt redet der Oxa-Geschäftsführer. Er wäre bereit, mit den Anwohnern nach Lösungen zu suchen.

Nach einer Messerstecherei und einem Raubüberfall in der Nähe des Clubs Oxa hagelte es Kritik. Um den Club in Oerlikon herrsche ein rechtsfreier Raum und es werde offen mit Drogen gehandelt, sagten Anwohner. Jetzt setzt sich Oxa-Geschäftsführer Ramesh Pednekar zur Wehr. «Es ist einfach nicht fair, die ganze Verantwortung für alles, was in Oerlikon passiert, dem Oxa zuzuschieben. Es sind zwei Clubs in der Gegend, nicht einer. Aber dazu sagen die Medien kein Wort.» Der Club, den Pednekar anspricht, heisst Jil, zieht an den Wochenenden junges Volk in Scharen an und liegt nur wenige Meter vom Oxa entfernt. Zwischen den Eingängen der beiden Clubs liegt allerdings ein Bahndamm.

Sicherheitspersonal ausserhalb des Grundstücks machtlos

Pednekar äussert sich auch zu den konkreten Vorwürfen der Anwohner: «Der Müll, über den sich die Leute beklagen, stammt nicht von Oxa-Besuchern. Unsere Gäste dürfen keine Gläser oder Flaschen aus dem Club nehmen. Dass das eingehalten wird, dafür sorgen die Sicherheitsleute.» Er habe die herumliegenden Abfälle vor einiger Zeit genau unter die Lupe genommen und festgestellt, dass sie von der nahen Tankstelle und dem Bratwurststand um die Ecke stammen.

Auch für den Lärm könne das Oxa nichts. «Unser Club liegt auf einem Privatgrundstück. Wir nehmen die Verantwortung für dieses Grundstück wahr und sorgen dafür, dass dort niemand herumschreit.» Aber sobald die Störenfriede auch nur einen Meter ausserhalb des Gründstücks stehen, sei das Oxa-Personal machtlos. «Dort dürfen die Sicherheitsleute nicht mal patrouillieren, geschweige denn jemanden arretieren», sagt Pednakar. Offenbar wissen das die Leute auch und provozieren die Sicherheitsleute, sobald sie über die Grundstücksgrenze getreten sind.

Würde einen privaten Sicherheitsdienst mitfinanzieren

Insgesamt hat Pednekar wenig Verständnis für die Kritik. «Warum kommen die Leute nicht auf uns zu? Warum wenden sie sich direkt an die Medien?» Ausserdem findet Pednekar: «Jeder hat gewusst, wo er hinzieht. Wer an der Langstrasse eine Wohnung nimmt, beschwert sich auch nicht über den Lärm.» Trotzdem wäre Pednekar bereit, gemeinsam mit dem Nachbarn nach einer Lösung zu suchen, die allen dient. «Wir hatten schon unzählige Probleme mit Nachbarn, und wir haben sie immer gelöst.» Er könne sich zum Beispiel vorstellen, sich an einem privaten Sicherheitsdienst der Nachbarn zu beteiligen.

( Tagesanzeiger.ch/Newsnet )

Erstellt: 02.12.2008, 14:16 Uhr

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