Dauerkandidat Marian Danowski, der sich für fast jedes frei werdende Amt in Zürich bewirbt, hat einmal mehr einen Wahlkampf verloren. Er wird nicht Zürcher Bezirksrichter. In diesem Fall konnte Danowski noch nicht einmal als Kandidat antreten: Der Bezirksrat hat die Kandidatur für ungültig erklärt, wie im Amtsblatt zu lesen war.
Nachprüfungen hätten gemäss stellvertretendem Bezirksratsschreiber Daniel Kauf ergeben, dass sich Danowski die Unterschriften für die Kandidatur erschwindelt hatte, schreibt die NZZ am Donnerstag. So trug der Wahlvorschlag Danowskis den Titel «Bürgerinitiative fordert, Bundesrat und Nationalrat Löhne zu kürzen, dafür die AHV für das Volk zu erhöhen». Der Bezirksrat fragte daraufhin bei den Unterzeichnern nach, ob sie gewusst hätten, was sie unterschrieben haben. 13 von 14 Befragten antworteten mit Nein. Damit stand für den Bezirksrat fest, dass Danowski die Unterschriften durch Falschinformationen erschlichen hatte. Sein Wahlvorschlag ist daher ungültig.
In stiller Wahl ist jetzt der einzige rechtmässige Kandidat, Alain Kessler, gewählt worden. Danowski kommt strafrechtlich ungeschoren davon, weil das Vergehen nicht genügend schwer wiegt.
(tif)