Schwan landet im HB und hält drei Polizeien auf Trab

Von Fabio Vecchio, Simon Eppenberger . Aktualisiert am 25.09.2009
Am Donnerstagabend landete mitten auf den Gleisen im Zürcher Hauptbahnhof ein Schwan. Das Tier wurde von SBB-Mitarbeitern gefangen und in einer Dusche der Polizei untergebracht.

Die Zugreisenden bei den Gleisen 17 und 18 im HB Zürich staunten gestern nicht schlecht. Mitten auf den Gleisen landete um 18.10 Uhr ein Schwan. Weil das Tier keine Anstalten machte, sich an einen anderen Ort zu begeben, wurden SBB-Mitarbeiter und die Bahnpolizei aufgeboten.

Gemeinsam brachten sie den Schwan dazu, ans Ende der Gleise zu watscheln. Dort packte ein SBB-Mitarbeiter das Tier am Hals und Körper und trug es aus dem gefährlichen Bereich hinaus. «Durch den Vorfall wurden die einfahrenden Zugführer angewiesen, auf Sicht zu fahren, damit sie rechtzeitig anhalten konnten», sagte SBB-Sprecher Daniele Pallecchi auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch. Durch den aussergewöhnlichen Tierbesuch wurde der Verkehr nicht verzögert, so Pallecchi weiter.

Drei Polizeien und die Tierretter

Da zunächst unklar war, ob der Schwan verletzt war, konnte er nicht sogleich freigelassen werden. Die Bahnpolizei ist in solchen Fällen nicht zuständig und informierte deshalb die Wasserschutzpolizei. Diese bot ihrerseits die Zürcher Tierrettung auf.

Bis die Tierretter den Schwan übernehmen konnten, wurde die Kantonspolizei hinzugezogen. Sie stellte kurzerhand die Dusche im Polizeiposten im HB als Aufenthaltsort für den Schwan zur Verfügung. Dort wurde das Tier dann abgeholt und später wieder auf freien Fuss gesetzt.

( Tagesanzeiger.ch/Newsnet )

Erstellt: 25.09.2009, 13:54 Uhr

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