Protest gegen Bologna-Reform: Demonstrierende Studenten der Uni Zürich am 27. November 2009. Bild: KEYSTONE/AP
Heute Donnerstagmorgen hat die Universität Zürich den HIM-Pavillon an der Schienhutgasse verriegelt. Das Rektorat hatte der Gruppierung «Unsereuni» den Raum zur Verfügung gestellt als Alternative zum grossen Hörsaal, den die Studierenden Ende Jahr besetzt gehalten hatten.
Die Gruppe hatte im Pavillon Seminare und Treffen veranstaltet und wollte weiter bleiben. Doch davon will die Universität nichts wissen. Es habe von Beginn weg eine Frist gegeben, schreibt die Hochschule in einer Mitteilung. Diese Frist sei Mitte Dezember um einen Monat verlängert worden. Die ursprüngliche Idee, dass die Gruppierung im Pavillon ihren Forderungskatalog ausarbeiten könne, sei inzwischen umgesetzt.
Besitzer können Möbel abholen
Weil «Unsereuni» die Räumlichkeiten nicht freigeben wollte, hat die Uni nun eingegriffen und den Pavillon - als er leer stand - geschlossen. Der Pavillon werde nun gereinigt, damit der Lehrbetrieb fortgesetzt werden könne. «Das der Gruppierung gehörende Mobiliar und weiteres persönliches Eigentum können die rechtmässigen Besitzerinnen und Besitzer in einem extra eingerichteten Depot abholen», schreibt die Uni in ihrer Mitteilung.
Für den künftigen «Dialog» fordert die Hochschule von der Gruppierung, sich als Verein mit Rechten und Pflichten zu organisieren. Als gemeldeter studentischer Verein könne sie auch Seminarräume für Veranstaltungen und Workshops beantragen.
(cim)