Der Staatsbesuch des russischen Präsidenten Dmitri Medwedew führte auch nach Bassersdorf. Nachdem Medwedew vor dem Mittag am Flughafen Zürich gelandet war, führte ihn ein Konvoi nach Bassersdorf. Dort stieg der russische Präsident in einen Sonderzug Richtung Bern. Dafür wurde der Bahnhof Bassersdorf grossräumig abgesperrt. Die Gemeinde wurde über die Sperrung nicht informiert. Bei der Verwaltung gingen besorgte Anrufe ein: «Ich machte mich selber auf den Weg zum Bahnhof, um herauszufinden was los ist. Dabei liess man mich nicht einmal durch», ärgert sich der Bassersdorfer Gemeindepäsident Franz Zemp.
Besonders sauer aufgestossen sei ihm, dass das EDA mit Bassersdorf vorgängig keinen Kontakt aufgenommen hat: «Ich habe Micheline Calmy-Rey ein wütendes Mail geschrieben. Mit uns wurde überhaupt nicht kommuniziert. Das ist respektlos. Die Gemeinden muss man in einem solchen Fall berücksichtigen», so Zemp weiter. Beim EDA hiess es auf Anfrage lediglich, Bassersdorf sei «keine offizielle Reiseetappe gewesen, sondern lediglich ein Verladungsort».
( Tagesanzeiger.ch/Newsnet )