Heiteres Bussenverteilen: Winterthur füllt Stadtkasse auf Kosten der Automobilisten

Aktualisiert am 06.02.2009
Die Stadt Winterthur hat ihre Einnahmen durch Bussen innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt. Und budgetiert für 2009 wiederum 35 Prozent mehr als noch 2007.
Zehn Millionen Franken für Bussen nahm die Stadtpolizei Winterthur im Jahre 2007 ein. Zehn Jahre zuvor waren es noch 4,7 Millionen gewesen – eine Steigerung um 110 Prozent. Für das laufende Jahr sind 13,5 Millionen Franken an Bussen budgetiert – 35 Prozent mehr. Oder 135 Franken pro Einwohner. Das berichtet der «Landbote» in seiner heutigen Ausgabe.

Ein wichtiger Grund für die starke Zunahme an Verkehrsbussen sind fest installierte Radars.

Gebühren generell gesteigert

In den letzten zehn Jahren hat die Stadt Winterthur ihre Einnahmen durch Gebühren generell massiv gesteigert, von 321 auf 404 Millionen. Diese Steigerung um 26 Prozent liegt weit über der Teuerung, die zwischen 1997 und 2007 8,8 Prozent betrug. Sie entspricht aber dem politischen Trend, Steuern zu senken und die Gebühren zu erhöhen. 2007 löste Winterthur durch Steuern fast 100 Millionen Franken weniger als durch Gebühren.

In Winterthur stiegen vor allem die Kosten für Amtshandlungen wie etwa Betreibungen. Höhere Einnahmen generierten auch die Reisepässe – für welche der Bund die Preise festlegt. Hausgemacht sind dagegen die Taxen für Heime: Sie stiegen innert zehn Jahren um 47 Prozent.

(mlu)

Erstellt: 06.02.2009, 09:34 Uhr

Interaktiv

Weitere Artikel Zürich