Südostumfahrung für Winterthurer Stadtrat weiter top

Aktualisiert am 16.01.2009
Der Winterthurer Stadtrat setzt gegen den Willen des Bundesrats weiterhin auf die Südostumfahrung. Gleichzeitig aber will er die Suche nach Alternativlösungen zur Bewältigung des Verkehrs vorantreiben.
Dies beschloss der Stadtrat als Reaktion auf die zwei Berichte des Bundesrates zur Beseitigung von Verkehrsengpässen und zum Agglomerationsprogramm, die bis Mitte April in der Vernehmlassung sind. Der Bundesrat sieht für Winterthur den Ausbau der Autobahnumfahrung auf sechs Spuren als geeignet an und will auf eine Südostumfahrung verzichten.

Dies sieht der Winterthurer Stadtrat anders. Nach wie vor sei er der Überzeugung, die Südostumfahrung wäre die geeignete Lösung, schreibt er in einer Mitteilung vom Freitag. Damit könnte man das Verkehrsaufkommen bewältigen und das neue Zentrumsgebiet Oberwinterthur erschliessen.

Da aber Bund und Kanton diese Einschätzung bisher nicht teilten, sollen in Zusammenarbeit mit dem Kanton Alternativlösungen gesucht werden, heisst es weiter. In den voraussichtlich zweijährigen Prozess will der Stadtrat auch die Interessengruppen von Winterthur einbeziehen.

Eine solche Alternativlösung könnte etwa sein, den vom Bund vorgesehenen Autobahnausbau stadtverträglich zu gestalten, gleichzeitig den öffentlichen Verkehr auszubauen und die Erschliessung des Zentrumsgebietes Oberwinterthur sicherzustellen.

(mro/sda)

Erstellt: 16.01.2009, 16:58 Uhr

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