Die zwei Rotoren des grossen Transporthelikopters dröhnen über dem Wald zwischen Winterthur und Töss, die Kettensäge ist kaum zu hören. Als der Waldarbeiter den Baum fällt, kracht dieser nicht das steile Bord hinab, sondern schwebt davon.
Eingesetzt wird die ungewöhnliche Methode, weil an dieser Stelle der Wald so steil abfällt, dass normale Waldarbeit nicht möglich ist, wie die Forstbetriebe von Winterthur mitteilen. 30'000 Franken kostet der Einsatz des Helikopters, der pro Stunde 320 Liter Benzin verbraucht. Zudem ist ein 60-Tonnen-Pneukran aufgeboten worden, um die weniger schwer zugänglichen Bäume aus dem Wald zu holen.
Mehr Helikopterflüge zu erwarten
Laut einem Förster vor Ort wird der Einsatz von Helikoptern in Zukunft zunehmen, da es diverse Abhänge gibt, die dringend gepflegt werden müssen, aber kaum zugänglich sind. Mit ein Grund sind auch Siedlungen, die bis an den Waldrand gebaut wurden und durch fallende Bäume beschädigt würden.
Mit einer Tragkraft von 2,5 Tonnen konnte der Helikopter ausgewachsene Bäume aus dem Wald hieven. Für die Flüge zum Ablade-Platz musste zeitweise eine Strasse gesperrt werden. Um ohne grossen Unterbruch zu fliegen, stand ein Tanklaster bereit, der den Helikopter mit Benzin versorgte.
( Tagesanzeiger.ch/Newsnet )