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Wenn ein 2.-Liga-Club 600'000 Franken Umsatz generiert
Von Lucienne-Camille Vaudan. Aktualisiert am 27.01.2012 3 Kommentare
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Wenn ein Amateurclub an die Fussballspitze will, wird das teuer. Wie viel der FC United Zürich kostet, könne er nicht genau sagen, sagt der Vizepräsident und Finanzchef des Zürcher Fussballclubs, Bernhard Fanger. Die Ausgaben lägen plus minus im Ligendurchschnitt, also etwa bei 60'000 bis 80'000 Franken pro Jahr, rechnet er vor.
Ein Teil des Geldes kommt über Sponsoren und Gönner herein. Sieben Firmen sind auf der Website des Clubs aufgeführt. Das meiste stammt aber aus Fangers und Orhan Yilmaz' eigener Tasche. Die beiden haben gemeinsam drei Firmen, welche den Club massgeblich sponsern: Die Proathletix Sportlervermittlung, die United Zürich Management AG und die XBF (Xperteam Business Finance AG) , eine Unternehmensberatungsfirma für KMU.
Davor, dass der Erfolg auf dem Fussballplatz ausbleibt und der Verein nicht rentiert, hat Fanger offenbar keine Angst: «Das ist halt Geschäftsrisiko», sagt er.
Risikofreudige Goldgräber
Seine Risikobereitschaft zeigte er bereits 2002: Mit einem Schlüsselfundservice glaubte er «das Geschäft seines Lebens» aufzubauen, wie der «K-Tipp» ihn zitiert. Das Schlüssel-Business ging Konkurs und das Konsumentenmagazin bezeichnete die Firma als «fragwürdig».
Bernhard Fanger sagt gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet: «Die Aussagen sind ungerechtfertigt und wurden gerichtlich verfolgt.»
Dasselbe sagt er auch zu den Vermutungen, die der «SonntagsBlick» vor knapp zwei Jahren anstellte: Der damalige Trikotsponsor seines Fussballvereins war eine US-amerikanische Firma, deren Strategie gemäss dem damaligen Geschäftspartner von Fanger von der XBF stammte. Das Unternehmen hatte in Mexiko Land gekauft und wollte dort Gold abtragen. Die XBF suchte Investoren für die Hochrisikoanlagen der Goldgräber. Auch die FC United Zürich Management AG soll gemäss dem «SonntagsBlick» mit einer Firma verbandelt gewesen sein, die in Mexiko nach Gold und Silber suchte und der bald das Geld ausging.
Angesprochen auf die ehemaligen Sponsoren des Vereins winkt Bernhard Fanger ab: «Dazu möchte ich nichts mehr sagen, meine Anwälte haben sich darum gekümmert.» Wichtiger sei es doch, sich dem sportlichen Aspekt zu widmen, den jungen Spielern und der Zukunft dieses Clubs.
«United Zürich steht quer in der Landschaft»
Gemäss dem Online-Handelsregister Moneyhouse beläuft sich der Jahresumsatz 2011 der FC Zürich United Management AG auf 600'000 Franken. Wie die Firma Einnahmen aus dem Fussballbetrieb generiert, wollte Fanger nicht näher erläutern. Die AG verdiene ihr Geld durch Managementaufgaben.
«Die Finanzstärke des FC United Zürich ist für einen Amateurverein absolut aussergewöhnlich», sagt der Präsident des Stadtzürcher Fussballverbandes und FDP-Gemeinderat Urs Egger auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnet: «Alle anderen Clubs müssen jeden Rappen umdrehen.»
Es sei einfach, aufzusteigen, wenn man in der vierten Liga ehemaligen Spielern aus der Super League und der ersten Liga ein Monatsgehalt bezahlt. Das entspreche nicht dem Gedanken des Amateursportes. «Der FC United Zürich steht quer in der Landschaft der Amateurclubs in der Stadt Zürich», sagt der Verbandspräsident.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 27.01.2012, 11:34 Uhr
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3 Kommentare
FC United Zürich pflegt nicht die Gedanken eines Amateurclubs. Muss er auch nicht, wenn die Ambitionen so hoch sind. Ob Zürich neben FCZ, GC nun noch auf einen dritten Verein gewartet hat, dies möchte ich bezweifeln. Warum engagieren sich die Manager von United Zürich nicht beim finanziell angeschlagenen GC, dort wäre das Geld vermutlich besser investiert. Antworten
Ja oder gar gleich fusionieren mit GC. Dann ist United mit dem Zunahmen GC gerade in der höchsten Liga angekommen. Ansonsten ist dieser Verein eine Zumutung für den Amateurfussball in der Region. Dies einfach mal meine lapidare Darstellung. Geld regiert die Welt und den Fussball - woher es auch immer kommt!
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