Spektakuläre Abschlussfeier in Sotschi

Die russischen Gastgeber boten zum Ende der Olympischen Spiele eine wunderschöne Show. Die Schweizer Fahne trug die Alpin-Snowboarderin Patrizia Kummer.

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die 22. Olympischen Winterspiele in Sotschi sind vorüber. Bei der Schlussfeier gab es noch einmal - wie bei der Eröffnung vor über zwei Wochen - eine Zeitreise durch die russische Kultur. Und am Ende ging eine grosse Party für die Athletinnen und Athleten los.

Als IOC-Präsident Thomas Bach um 22.08 Uhr Ortszeit die ersten Winterspiele unter Palmen beendete, applaudierte Russlands Präsident Wladimir Putin gerührt. Dabei hatte Bach am Ende einer sympathischen, aber keinesfalls euphorischen Show-Zeitreise durch die russische Kultur das 17-tägige Spektakel auf Eis und Schnee nicht einmal als das beste der Geschichte bezeichnet, wie es viele seiner Vorgänger taten. «Es gibt kein grösseres Kompliment als im Namen aller Teilnehmer zu sagen: Das waren die Spiele der Athleten», rief Bach in die Arena.

Bevor um 22.15 Uhr die olympische Flamme erlosch, würdigte der Chef des IOC die Gastgeber als «effizient und freundlich, patriotisch und weltoffen» und dankte insbesondere den vielen freiwilligen Helfern: «Ihr habt mit eurer herzlichen Freundlichkeit jeden Tag die Sonne für uns scheinen lassen.»

Panne nachgestellt

Sotschis OK-Chef Dmitri Tschernyschenko stellte nach 98 Entscheidungen zufrieden und keineswegs bescheiden fest: «Unsere Spiele waren wirklich cool. Wir haben bewiesen, dass wir jede Herausforderung meistern können. Für uns waren es die besten Spiele, die es je gegeben hat. Wir haben den olympischen Gipfel erklommen. Diese Spiele gehören für immer uns.»

Gleich zum Auftakt der vom Tessiner Theaterregisseur Daniele Finzi Pasca inszenierten Gala bewiesen die Gastgeber Humor. 700 Mitwirkende in Glitzerkostümen stellten die Panne bei der Eröffnung nach, als sich der fünfte Ring zunächst nicht geöffnet hatte. Dies zauberte auch Putin ein Lächeln ins Gesicht. Der Kreml-Chef wirkte, anders als vor 16 Tagen, sichtlich zufrieden und glücklich.

Kein Wunder, stellte der Gastgeber mit 33 Medaillen (13/11/9) doch die stärkste Nation bei den Sotschi-Spielen. Zur Belohnung durften alle Olympiasieger die russische Fahne in das voll besetzte Fischt-Stadion tragen, wo 40 000 Zuschauern anschliessend ergriffen der von einem Kinderchor und 1000 Stimmen intonierten Nationalhymne lauschten.

Wenig später folgten zu Techno-Pop-Klängen die Teams. Die Schweizer Delegation wurde von Patrizia Kummer als Fahnenträgerin angeführt. Unter tosendem Applaus beschlossen Russlands Olympia-Helden den Athletenreigen. Da riss es sogar Putin aus seinem Sitz. (Si)

(Erstellt: 23.02.2014, 19:32 Uhr)

Artikel zum Thema

Gastgeber Russland gewinnt Nationenwertung

Allgemeines Russland gewinnt bei den Heim-Winterspielen in Sotschi die Nationenwertung. Der Olympia-Gastgeber ist vor den letzten zwei der insgesamt 98 Entscheidungen nicht mehr von Platz eins zu verdrängen. Mehr...

Pech für Cologna: Skibruch kurz vor dem Ziel

Ski nordisch Unglaubliches Pech für Dario Cologna bei seinem letzten Auftritt in Sotschi über 50 km. 2 Kilometer vor dem Ziel und in guter Ausgangslage bricht sein linker Ski. Alle Medaillen gehen nach Russland. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Service

Ihre Spasskarte

Mit Ihrer Carte Blanche von diversen Vergünstigungen profitieren.

Blogs

Von Kopf bis Fuss 5 Beauty-Trends, auf die ich pfeife

Blog Mag Gehören Sie dazu?

Weiterbildung

Trainieren oder verlieren

Mit Gedächtnistrainings die Lernfähigkeit verbessern.

Die Welt in Bildern

Für die Bösen: Die Grenadiers fribourgeois schiessen eine Ehrensalve am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Estavayer-le-Lac. (26. August 2016)
(Bild: Jean-Christophe Bott) Mehr...