Secret Service vereitelt Entführung von «First Dog»

Für den Secret Service hat die Sicherheit des Präsidenten und seiner Familie Priorität. Doch nun wollen die Agenten die Entführung eines Hundes verhindert haben.

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Ein Mann soll die Entführung eines Hundes von US-Präsident Barack Obama geplant haben. Dazu sei der aus dem US-Staat North Dakota stammende Verdächtige nach Washington gefahren, hiess es am Freitag in Gerichtsdokumenten unter Berufung auf Agenten des Secret Service. Diese verhörten den Mann in einem Hotel in der US-Hauptstadt, nachdem sie von Kollegen in Minnesota einen Tipp erhalten hatten. Da sei jemand auf dem Weg nach Washington, um ein «Haustier» der Familie des Präsidenten zu verschleppen, warnte das dortige Secret-Service-Büro. Die Obamas haben zwei Portugiesische Wasserhunde namens Bo und Sunny.

Das Verhör des Verdächtigen fand am Mittwoch statt. Die Agenten hätten ihn gefragt, ob er Zugang zu Waffen habe, hiess es in den Akten. Der Mann habe zugegeben, zwei Waffen in seinem Lastwagen zu haben. Daraufhin durchsuchten die Agenten den Wagen und förderten eine Schrotflinte, ein Gewehr, eine Machete, einen Gummiknüppel und Munition zutage.

Mann hält sich für Jesus

Der Mann wurde festgenommen. Gerichtsdokumenten zufolge ist er nicht als Waffenbesitzer registriert. Ihm werden daher Verstösse gegen das Waffengesetz in Washington D.C. vorgeworfen, das das Tragen eines Gewehres oder einer Schrotflinte ausserhalb der Wohnung oder Firma verbietet.

Den Akten zufolge fiel der Verdächtige im Verhör auch mit bizarren Angaben zu seiner Person auf. Er sei «Jesus Christus», seine Eltern seien Präsident John F. Kennedy und Schauspielerin Marilyn Monroe. Nach Washington sei er gekommen, um seine Präsidentschaftskandidatur zu verkünden, sagte der Mann. Sein Anwalt reagierte am Freitagabend zunächst nicht auf Anfragen zu einem Kommentar. Der Verdächtige wurde am selben Tag aus der Haft entlassen, muss jedoch eine elektronische Fussfessel zur Überwachung tragen.

Bo und Sunny

Die Suche der First Family nach einem Hund fürs Weisse Haus wurde medial ausgiebig begleitet. Am Abend seines Wahlsieges im Jahr 2008 hatte der damalige designierte Präsident Obama erklärt, dass sich seine Töchter Sasha und Malia nun einen «neuen Welpen verdient hätten, der mit uns ins Weisse Haus einziehen wird.»

2009 wurde der Rüde Bo dann Teil der Familie. Der Portugiesische Wasserhund war ein Geschenk von Ted Kennedy, dem damaligen Senator von Massachusetts. Vier Jahre später stiess Weibchen Sunny dazu. Die Hunde sind bei Veranstaltungen im Weissen Haus regelmässig zu sehen. (mlr/sda)

(Erstellt: 09.01.2016, 08:57 Uhr)

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