Panorama

... 13 Jahren: Bosnienkrieg zu Ende

Von Florian Lippuner. Aktualisiert am 15.12.2008

Am 14. Dezember 1995 geht der Bosnienkrieg zu Ende. Die kriegsmüden Parteien unterzeichnen das Dayton-Friedensabkommen.

Serbische Flüchtlinge im August 1995

Serbische Flüchtlinge im August 1995

Infolge des beginnenden Zerfalls der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien sowie der damit verbundenen kriegerischen Auseinandersetzungen besonders in Kroatien wachsen in den Jahren 1990 und 1991 auch die Spannungen zwischen den Ethnien in Bosnien und Herzegowina. Es folgen ethnische Säuberungen und bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen den Volksgruppen – angeheizt durch nationalistische Gruppierungen.

Internationale Vermittlungsbemühungen sowie der Einsatz von UN-Truppen können den Krieg über lange Zeit nicht eindämmen. Kroatien gelingt es mit indirekter Hilfe westlicher Staaten im Sommer 1995 schliesslich, die auf dessen Territorium errichtete Republik Serbische Krajina zu beseitigen und die serbische Seite auch in Bosnien in die Defensive zu drängen. Die inzwischen ermüdeten Kriegsparteien zeigen sich unter internationalem Druck schliesslich bereit, Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges zu führen.

Die Verhandlungen führen Ende 1995 zum Dayton-Vertrag, mit dessen Annahme der Krieg beendet wird. Das Abkommen wird formell am 14. Dezember von den drei Präsidenten Alija Izetbegovic, Slobodan Milosevic und Franjo Tudjman in Paris unterzeichnet. Der Bosnien-Krieg forderte laut des bosnischen Research and Documentation Centers über 97'000 Tote. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 15.12.2008, 10:01 Uhr