Panorama
... 14 Jahren: Pipi Langstrumpf bekommt den Nobelpreis
«Ihr verleiht den Preis an eine Person, die uralt, halb blind, halb taub und total verrückt ist. Wir müssen aufpassen, dass sich das nicht rumspricht.»
Kinder, wie auch Erwachsene lieben sie: die Geschichten von Astrid Lindgren. Doch hat die Schwedin nicht nur Kinderbücher geschrieben, sondern sich auch für viele gesellschaftliche Angelegenheiten eingesetzt.
Für diese Einsätze bekam sie zahlreiche Auszeichnungen, wie am 9. Dezember 1994, im Alter von 87, auch den alternativen Nobelpreis (Right Livelihood Award). Diesen bekam sie für ihr Engagement für Humanität, Toleranz und Umweltschutz, da sie immer wieder öffentlich Stellung zu Themen wie Kindesmissbrauch, Steuergesetzte, Massentiehaltung und das Fernsehen nahm. Ausserdem verfolgte Astrid Lindgren die zunehmende Gewaltbereitschaft unter Kindern und Jugendlichen. Dazu brachte die schwedische Tageszeitung «Expressen» 1995 einen Artikel, in dem Astrid Lindgren zusammen mit einem Skinhead gezeigt wurde, mit dem sie das Gespräch suchte.
Im Alter von 94 Jahren, am 28. Januar 2002, verstarb Astrid Lindgren in ihrer Stockholmer Wohnung an den Folgen einer Virusinfektion. Bei der Gedenkfeier nahmen hunderttausende von Menschen teil, auch ein Mädchen mit ihrem weissen Pferd.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 11.12.2008, 10:23 Uhr

