Panorama

... 15 Jahren: Kokain-König Escobar erschossen

Von Florian Lippuner. Aktualisiert am 05.12.2008

Am 2. Dezember 1993 wird einer der skrupellosesten und mächtigsten Drogendealer der Welt umgebracht: Pablo Escobar.

Diesmal entkam er nicht: Pablo Escobar wurde auf der Flucht von der Polizei erschossen.

Diesmal entkam er nicht: Pablo Escobar wurde auf der Flucht von der Polizei erschossen.
Bild: Keystone

Pablo Escobar führte Krieg gegen den kolumbianischen Staat: Er zog eine Spur des Terrors durch Kolumbien und hatte Hunderte von Polizisten, Richtern und Staatsanwälten auf dem Gewissen.

Sein Interesse am Kokainhandel wurde in den Siebzigerjahren geweckt, als erste organisierte Gruppen dadurch zu Reichtum gelangten. Als Begründer und Hauptfigur des kriminellen «Medellin-Kartells» wurde Escobar durch Erpressung, Drogenschmuggel und Waffengewalt schliesslich zu einem der reichsten Männer der Welt.

Die Verfolgung des grossen Drogenbarons wurde 1989 intensiviert, als Luis Carlos Galan, der Präsidentschaftskandidat der liberalen Partei Kolumbiens, in einem Vorort von Bogotá ermordet wurde. Galan wurde zum Verhängnis, dass er für den Fall seiner Wahl ein verstärktes Vorgehen gegen die Drogenmafia und somit Pablo Escobar ankündigte.

Escobar führte Friedensverhandlungen mit der kolumbianischen Armee und kündigte 1991 einen Waffenstillstand an. Nachdem ihm die Unterbringung in einem luxuriösen Gefängnis versprochen wurde, stellte er sich gar der Polizei. Als er aufgrund einiger Zwischenfälle in ein anderes Gefängnis verlegt werden sollte, ergriff er die Flucht. Bei der darauf eingeleiteten Polizeiaktion wurde er am 2. Dezember 1993 getötet. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)