Panorama

... 17 Jahren: Auflösung der Sowjetunion

Von Florian Lippuner. Aktualisiert am 30.12.2008

Am 26. Dezember 1991 bricht die Sowjetunion zusammen – am Vortag ist ihr Präsident Michail Gorbatschow zurückgetreten.

Der Architekt vom Ende des Kalten Krieges: Michail Gorbatschow besiegelt mit seinem Rücktritt das endgültige Ende der UdSSR

Der Architekt vom Ende des Kalten Krieges: Michail Gorbatschow besiegelt mit seinem Rücktritt das endgültige Ende der UdSSR

Zwischen 1989 und 1991 werden die kommunistischen Regierungen der Ostblockstaaten gestürzt, die UdSSR befindet sich im Umbruch. Präsident des Vielvölkerstaates ist seit 1990 Michail Gorbatschow, der gegenüber dem Westen eine Politik der Entspannung realisiert. Mit seinen Programmen Glasnost («Offenheit») und Perestroika («Umbau») leitet er den Zusammenbruch der Sowjetunion ein.

Mehrere Ereignisse führen 1991 zum Rücktritt Gorbatschows und zum endgültigen Zusammenbruch der Sowjetunion: Im Sommer wird der Warschauer Pakt, das Militärbündnis sozialistisch-kommunistischer Staaten, aufgekündigt, im August kommt es zum Putsch durch konservative Militärs, der jedoch scheitert, und im Dezember schliessen sich die Republiken Russland, Weissrussland und die Ukraine zur Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS) zusammen. Weitere acht Staaten folgen, die UdSSR hört faktisch auf zu existieren.

Am 25. Dezember 1991 tritt Michail Gorbatschow als Staatspräsident zurück, am 26. Dezember beschliesst das sowjetische Parlament die Auflösung der UdSSR. Ihre völkerrechtlichen Pflichten und Rechte werden auf die Russische SFSR, die spätere Russische Föderation, übertragen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 30.12.2008, 08:22 Uhr