Panorama

... 208 Jahren: Attentat auf Napoleon

Von Florian Lippuner. Aktualisiert am 30.12.2008

Am 24. Dezember 1800 entkommt Napoleon Bonaparte knapp dem Tod: Auf der Fahrt ins Theater wurde der französische Staatsmann hinterrücks attackiert – von einer «Höllenmaschine».

Er wäre im Jahr 1800 durch eine «Höllenmaschine» beinahe um sein Kaiser-Amt gebracht worden: Napoleon Bonaparte auf einem Gemälde, das rund ein Jahr nach dem Attentat entstand.

Er wäre im Jahr 1800 durch eine «Höllenmaschine» beinahe um sein Kaiser-Amt gebracht worden: Napoleon Bonaparte auf einem Gemälde, das rund ein Jahr nach dem Attentat entstand.

Der kurz zuvor zum ersten Konsul Frankreichs ernannte Napoleon Bonaparte ist auf dem Weg ins Pariser Theater, als sich in der Rue St. Nicaise knapp hinter seinem Wagen eine fürchterliche Explosion ereignet. Der zukünftige französische Kaiser entkommt dem Anschlag nur knapp, da seine Kutsche sehr geschwind unterwegs ist. Andere haben weniger Glück: Mindestens 8 Menschen sterben, viele werden verletzt.

Verübt wurde der Anschlag mit einer sogenannten «Höllenmaschine»: Die Attentäter schnallten ein Fass auf einen Karren, das mit einem verheerenden Gemisch aus Schwarzpulver, Kugeln und Feuerwerk gefüllt war. Das irrwitzige Konstrukt wurde in voller Fahrt zur Explosion gebracht. Die Autobombe war erfunden.

Doch wer trachtete Napoleon Bonaparte nach dem Leben? Zunächst wurde das Attentat den Jakobinern zugeschrieben, deren Mitglieder man danach gleich zu Dutzenden auf die Seychellen deportieren liess. In Wirklichkeit steckten hinter dem Angriff jedoch die Royalisten, wie man später herausfand. Zwei der Drahtzieher wurden hingerichtet, zwei weiteren gelang die Flucht nach Amerika. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 30.12.2008, 08:18 Uhr