Panorama
... 235 Jahren: Boston Tea Party
Die Boston Tea Party bildet den Höhepunkt eines langen Streits zwischen den dreizehn nordamerikanischen Kolonien und ihrem Mutterland Grossbritannien. Die Tea Party ist der Anfang einer Reihe ähnlicher Aktionen, mit denen sich die Amerikaner gegen die Repressalien der britischen Kolonialherren wehren.
Kolonien mit Zöllen schikaniert
Aus rechtlichen Gründen hat Grossbritannien keine Möglichkeit, direkte Steuern von den Kolonien zu kassieren, da die Siedler in Nordamerika keine Vertretung im britischen Parlament haben. Deshalb werden nach und nach verschiedene Alltagsgüter durch Abgaben verteuert – beispielweise Tee und Zucker.
Die Kolonisten reagieren heftig auf diese Zölle, eine widerständische Gruppe namens «Sons of Liberty» ruft zu Boykotten auf. Fortan wird versucht, Landung und Verkauf des Tees der Ostindiengesellschaft unter allen Umständen zu verhindern.
Von besonderer symbolischer und politischer Tragweite sind die Ereignisse am 16. Dezember 1773: Bei der Boston Tea Party entern als Indianer verkleidete Bostoner Bürger im Hafen liegenden Schiffen der britischen Ostindiengesellschaft und werfen dort aus England kommende Teeladungen ins Hafenbecken. Die gesamte Aktion verläuft unblutig – ihr symbolischer Charakter ist jedoch von grosser Tragweite.
Anfang des Unabhängigkeitskrieges
Grossbritannien reagiert auf den zunehmenden Unmut in den Kolonien mit weiteren Gesetzen, die die Freiheiten der Siedler noch stärker einzuschränken drohen. Die Kolonien beschliessen daraufhin die Bildung einer eigenen Armee und die Einleitung wirtschaftlicher Sanktionen gegen die Briten.
Aus diesem Konflikt entwickelt sich schliesslich die offene Auflehnung gegen die Kolonialmacht und schliesslich der von 1775 bis 1783 dauernde Unabhängigkeitskrieg.
Erstellt: 17.12.2008, 13:41 Uhr

