Panorama
... 5 Jahren: Saddam Hussein wird in einem Erdloch gefunden
Saddam Hussein ein Tag nach der Festnahme, am 14. Dezember 2003. (Bild: Keystone)
Der Irak-Krieg: Am 20. März 2003 marschierten Truppen der Vereinigten Staaten und deren Verbündeten in den Irak ein. Die irakische Armee wurde geschlagen, das Land vollständig besetzt. Dies wurde damit begründet, dass der Irak durch Entwicklung und Besitz von Massenvernichtungswaffen gegen die über ihn verhängte UN-Resolution verstosse, und dass Sadam Hussein terroristische Organisationen wie die al-Qaida unterstütze. Auf Grund dessen setzte die amerikanische Regierung ein Kopfgeld von 25 Millionen US-Dollar auf Saddam Hussein aus.
Dieser tauchte daraufhin unter und wurde erst am 13. Dezember 2003 von amerikanischen Besatzungstruppen in einem Erdloch gefunden. Nach US-amerikanischer Darstellung wurde der einstmals mächtigste Mann des Landes von einem früheren Anhänger an die Amerikaner verraten, die ihn schliesslich kampflos gefangen nahmen. Eine andere Version lieferte später vor Gericht der Anwalt von Saddam Hussein, sowie auch er selbst. So hätten die US-Soldaten den einstigen Führer nicht in einem Erdloch, sondern in einem Haus angetroffen und seien zudem auf Widerstand gestossen.
Vor circa zwei Jahren, am 5. November 2006, wurde Saddam Hussein zum Tod durch den Strang verurteilt. Damit war der Verurteilte nicht einverstanden, da er lieber erschossen worden wäre, als «wie ein einfacher Krimineller» erhängt.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 15.12.2008, 10:00 Uhr

