Panorama

... 15 Jahren: Neo-Zapatisten erklären Krieg

Von Florian Lippuner. Aktualisiert am 05.01.2009

Am 1. Januar 1994 erklärt die «Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung» (EZLN) der mexikanischen Regierung den Krieg. Es folgt ein blutiger Aufstand.

1983 gegründet, tritt die «Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung» (EZLN) 1994 erstmals lautstark an die Öffentlichkeit. Anlass ist das Inkrafttreten des nordamerikanischen Freihandelsabkommens NAFTA am 1. Januar.

Auf die Fahnen geschrieben hat sich die EZLN im Allgemeinen den Kampf gegen die neoliberale Politik und im Speziellen das Engagement für die indigene Bevölkerung Mexikos. Die Guerillaorganisation erklärt der Regierung den Krieg und rüstet zum bewaffneten Aufstand.

Knapp zwei Wochen dauern die blutigen Gefechte: Maskierte Kämpfer besetzen gleichzeitig fünf Bezirkshauptstädte und erklären der mexikanischen Regierung ihren Willen, bis nach Mexiko-Stadt zu marschieren. Allerdings verfehlen sie das Ziel, eine landesweite Bewegung loszutreten. Nach zwölf Tagen ziehen sich die Zapatisten aus den Städten in den Urwald zurück.

Nach den Gefechten bietet die EZLN der Regierung einen zeitlich unbegrenzten Waffenstillstand an und unterzeichnet 1996 die Friedensverträge von San Andrés, die weitgehende Autonomierechte für die indigene Bevölkerung Mexikos vorsehen. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 05.01.2009, 08:21 Uhr