Panorama

... 20 Jahren: Arafat ruft Palästina aus

Von Florian Lippuner. Aktualisiert am 17.11.2008

Am 14. November 1988 ruft Yassir Arafat in der algerischen Hauptstadt Algier den Staat Palästina aus – das Ziel ist ein unabhängiger Staat innerhalb der von Israel besetzten Gebiete.

«We are ready. We are willing to negotiate peace through the international conference under the United Nation auspices»: PLO-Chef Yassir Arafat gibt sich 1988 kompromissbereit.

Die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) wird 1964 mit dem Ziel gegründet, einen eigenen Palästinenser-Staat zu erschaffen und den jüdischen Staat Israel zu vernichten.

Als im Sechstagekrieg 1967 Israel die bislang von Jordanien und Ägypten besetzten Gebiete Palästinas erobert, findet bei der PLO eine Kurskorrektur statt: Fortan setzt sich die Organisation zum Hauptziel, die den panarabischen Verbänden verlustig gegangenen Territorien zurückzuerobern. In ihnen soll ein unabhängiger Staat «Palästina» gegründet werden.

Der ursprüngliche Antrieb der PLO, die Zerstörung des Staates Israel und der Anspruch auf das gesamte Territorium des historischen Palästina, wird Ende der Achtzigerjahre offiziell aufgegeben. Am 14. November 1988 ruft Yassir Arafat, seit 1969 Vorsitzender der PLO, in der algerischen Hauptstadt Algier den Staat Palästina aus und anerkennt gleichzeitig Israels Existenzrecht – zumindest indirekt. Letzteres ist nicht zuletzt auf die militärisch-politische Erfolglosigkeit der Intifada zurückzuführen, die PLO ist massiv geschwächt.

Yassir Arafat verstarb im November 2004 nach einer Gehirnblutung. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 17.11.2008, 13:00 Uhr