... 31 Jahren: Der Tag des «deutschen Herbstes»
18. Oktober 1977: Der «Deutsche Herbst»
Im Herbst 1977 hielt Deutschland den Atmen an. Sowohl die Bevölkerung, als auch die Politik. Der Grund: Es ereignete sich eine der grössten Krisen Deutschlands.
Der Beginn der Krise
Anfang September 1977 wurde der Arbeitgeberpräsident Hanns Martin Schleyer von der linksextremistischen Terrororganisation Rote Armee Fraktion (RAF) in Köln überfallen und entführt. Der Grund für die Entführung war die Forderung der Freilassung von elf RAF-Gefangenen.
Fast sechs Wochen später, am 13. Oktober, entführten Verbündete der RAF die Lufthansa-Maschine «Landshut». Dadurch sollte der Druck auf die deutsche Regierung vergrössert werden, da diese sich immer noch nicht bereit erklärte die elf RAF-Gefangenen freizulassen.
Der 18. Oktober
Fünf Tage später, am 18. Oktober 1977, überschlugen sich die Ereignisse:
Um 0.12 Uhr deutscher Zeit, wurde gemeldet, dass die «Landshut» befreit worden ist und alle Geiseln unverletzt sind.
Als Reaktion auf die Befreiung des Flugzeuges brachten sich drei der 11 inhaftierten RAF-Gefangene im Gefängnis um. Eine vierte konnte man trotz vier Messerstichen in der Herzgegend retten.
Eine weitere Reaktion auf das Stürmen der «Landshut» war die Ermordung von Hanns Martin Schleyer. Seine Leiche wurde am darauf folgenden Abend in Mülhausen gefunden. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 20.10.2008, 12:04 Uhr

