... 47 Jahren: Iwan löst die grösste Explosion überhaupt aus

Von Elke Koch. Aktualisiert am 31.10.2008

Am 30. Oktober 1961 wird in Nowaja Semlja die stärkste Wasserstoffbombe seit Menschengedenken gezündet.

Die stärkste jemals gezündete Wasserstoffbombe: Die sowjetische Zar Bombe.


Das Wettrüsten war in vollem Gange: Die Sowjetunion befand sich 1961 mitten im Kalten Krieg mit den USA und beide Grossmächte versuchten sich durch militärische Massnahmen zu übertrumpfen. Dazu gehörte unter anderem auch der Besitz von Atomwaffen, um dem Gegner die eigene Weltmacht zu demonstrieren.

Einige Historiker vermuten deshalb, dass der Bau der «Zar-Bomba», die von den Sowjets den Codenamen Iwan bekam, eine reine Machtdemonstration war. Aufgrund des hohen Gewichtes war die Bombe nämlich militärisch vollkommen unbrauchbar.

Gewaltiger Feuerball

Am 30. Oktober 1961 um 11:32 Uhr Moskauer Zeit wurde über dem Testgelände in der Mitjuschikabucht auf der Insel Nowaja Semlja in Nordrussland die «Zar-Bomba» abgeworfen. Sie wurde in über 10'000 Meter Höhe von einem Tu-95N-Bomber abgeworfen. Um dem Flugzeug und seinen Insassen ausreichend Zeit zum Verlassen des Testgebiets zu geben, wurde die Bombe durch einen Fallschirm abgebremst.

Die darauf folgende Explosion fand in einer Höhe von etwa 4000 Meter statt. Der Feuerball, der durch die «Zar-Bomba» entstand, berührte kurz den Erdboden und erreichte eine Höhe von rund 64 Kilometern.
Sie gilt nach wie vor als die stärkste jemals gezündete Wasserstoffbombe, die die grösste von Menschen verursachte Explosion verursachte. Auch wurde eine Druckwelle ausgelöst, die noch bei der dritten Umrundung der Erde messbar war. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 31.10.2008, 10:02 Uhr