Panorama
... 86 Jahren: Marsch auf Rom
Adolf Hitler und Benito Mussolini treten im September 1937 auf dem Berliner Maifeld geeint vor das Volk: Als Mussolini 1922 mit seinem «Marsch auf Rom» die Macht in Italien übernahm, steckte die Bewegung Hitlers in Deutschland noch in ihren Anfängen.
Seit dem frühen 28. Oktober 1922 marschieren faschistische Kampfverbände auf die italienische Hauptstadt Rom zu. Unter Androhung von Gewalt erzwingen sie den Rücktritt der Regierung und fordern die Machtübernahme durch Benito Mussolini. Als Mussolini am 30. Oktober in Rom eintrifft, wird dem König umgehend eine Liste mit den vorgesehenen Ministern vorgelegt.
Am 31. Oktober 1922 lässt der neue Regierungschef Mussolini die faschistischen Verbände in Marsch setzen, die Squadristen («Schwarzhemden») halten in Rom eine Parade ab. Nichts scheint sich ihnen in den Weg stellen zu können, sie strahlen eine grenzenlose Entschlossenheit aus.
Vielleicht war die Zuversicht der Faschisten berechtigt. Allerdings ist anzunehmen, dass sie aufgrund ihrer schlechten Ausrüstung einer entschlossenen Intervention seitens der italienischen Armee kaum hätten standhalten können.
In den Jahren nach dem «Marsch auf Rom», und insbesondere ab 1925, errichteten die Faschisten unter ihrem Führer Mussolini in Italien eine totalitäre Diktatur. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 03.11.2008, 07:11 Uhr

