Panorama

... 21 Jahren: Schwarzer Montag

Von Florian Lippuner. Aktualisiert am 20.10.2008

Am 19. Oktober 1987 fällt der Dow Jones innerhalb eines Tages um fast 23 Prozent (508 Punkte). Die Ursachen sind nach wie vor umstritten.

Böse Erinnerungen an 1929: Konsternation an der New Yorker Börse nach dem «Schwarzen Montag» im Oktober 1987.

Böse Erinnerungen an 1929: Konsternation an der New Yorker Börse nach dem «Schwarzen Montag» im Oktober 1987.

Wahrscheinlich ist, dass mehrere Ereignisse zum historischen Absturz des Dow Jones am 19. Oktober 1987 führen: Seit 1985 hat sich der Dow Jones praktisch verdoppelt, der amerikanischen Regierung gelingt es nicht, die Inflation und das riesige Handelsdefizit in den Griff zu bekommen. Die Unsicherheit steigt zusätzlich, als die US-Notenbank den Leitzins für kurzfristige Kredite anhebt.

Der Sturz breitet sich schnell auf alle wichtigen internationalen Handelsplätze aus, weshalb an vielen Börsen kurzzeitig der Handel ausgesetzt wird – unter anderem, weil die Computertechnik dem massiven Ordervolumen nicht gewachsen ist. Immerhin gibt dies der US-Zentralbank Zeit, Liquidität in den Markt zu pumpen und den Crash abzufedern.

Die Krise ist die erste Bewährungsprobe für den neuen US-Notenbankchef Alan Greenspan. Erst zwei Monate im Amt, schafft er es, die Märkte zu beruhigen. 15 Monate nach dem «Schwarzen Montag» erreicht der Dow Jones wieder sein Niveau von vor dem Börsencrash. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 20.10.2008, 11:59 Uhr