Panorama

... 342 Jahren: Der «Grosse Brand» von London bricht aus

Von Elke Koch. Aktualisiert am 30.09.2008

Am 2. September 1666 brach der dreitägige «Grosse Brand» von London aus.

Der «Grosse Brand» wurde in einer Backstube ausgelöst.


Im Sommer 1666 kam London vom Regen in die Traufe. Immer noch kursierte «Die grosse Pest», die im Jahr zuvor ausgebrochen war und viele Todesopfer forderte. Dazu kam, dass der Sommer 1666 sehr heiss war und sich die Pestviren durch die Hitze schneller verbreiteten als unter normalen Temperaturen. Als am 1. September 1666 der Bäcker Thomas Farynor in der Pudding Lane die Glut in seinem Backofen auszumachen vergass, brach ein neues Unglück über die Stadt herein. Innerhalb kürzester Zeit verschlang eine Feuersbrunst einen Grossteil der Stadt, der die damaligen Einwohner erst am dritten Tag Herr werden konnten. Zu den grössten Verlusten gehörte unter anderem «Saint Paul's Cathedral», deren bleierne Kuppel sich in einen Bleifluss auflöste und deren Steinquader aus dem Kirchengemäuer wie Granaten ringsherum einschlugen. Am Mittwoch 5. September 1666 konnte der «Grosse Brand von London» unter Kontrolle gebracht und schliesslich auch gelöscht werden.

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 30.09.2008, 10:26 Uhr