Der Thurgauer zwischen Gottschalk und Hunziker
Von Rahel Haag. Aktualisiert am 12.10.2009 1 Kommentar
An der Aftershowparty von «Wetten dass..?» fand sich Daniel Markwalder plötzlich am selben Tisch wie Thomas Gottschalk, Oliver Pocher und Michelle Hunziker wieder. «Da war man auf einmal in einer ganz anderen Welt», sagt der gebürtige Weinfelder. Er sitzt im Wohnzimmer seiner Eltern, die beiden Kinder rennen laut lachend ums Haus.
Rund eine Woche ist es her, seit Daniel Markwalder in der Sendung «Wetten dass..?» mit einem Militärvelo den deutschen Radprofi Jens Voigt abgehängt hatte. Die Wette habe er unbedingt gewinnen wollen, sagt er. Und er hätte sie nie eingereicht, wäre er nicht von sich überzeugt gewesen. «Bei den Militärradrennen, an denen ich teilgenommen habe, konnte ich den Schlusssprint fast immer für mich entscheiden. Das war mein Antrieb.» Kaum einer hätte jedoch auf den Schweizer gesetzt, als dieser mit seinem 99-jährigen Militärvelo in Freiburg an den Start ging. Er habe von Anfang an ein gutes Gefühl gehabt, sagt Daniel Markwalder. Dass er aber zum Wettkönig gewählt werden würde, habe er nicht erwartet. «Als Ausländer rechnete ich mir schlechte Chancen aus.» Doch der sympathische Schweizer wusste das deutsche Publikum von sich zu überzeugen. Im Vorfeld blieben dem Schweizer nur fünf Wochen, um zu trainieren. «Viele dachten, dass ich nicht 100 Prozent arbeiten würde», sagt Daniel Markwalder. Falsch gedacht. Er habe bis zu 12 Stunden am Tag gearbeitet. Das Training fand in der Freizeit statt. «Hätte mir meine Frau nicht den Rücken freigehalten, wäre das alles gar nicht machbar gewesen», ist er überzeugt.
Die «Markwalder-Wädli»
Seit der Show wird Daniel Markwalder mit Briefen, Mails und Kurzmitteilungen überhäuft. Dazu kommen zahlreiche Angebote von Zeitungen, Zeitschriften und sogar vom Fernsehen. «Niemals hätte ich mit einer solchen Reaktion gerechnet», sagt er. Etwas hat ihn ganz besonders überrascht: Als er kürzlich im Weinfelder Café Mohn einen Kaffee trinken wollte, habe ihn die Serviertochter gefragt, ob er einen «Markwalder-Wädli» probieren wolle. «Ich war völlig baff», sagt er. Er habe natürlich sofort zugegriffen.
Den Rummel um seine Person geniesse er, sagt Daniel Markwalder. Dennoch hofft er, dass es in seinem Leben bald wieder etwas ruhiger zu- und hergeht. «Meine Arbeit im Geschäft erledigt sich leider nicht von allein. Da werde ich eine Menge aufholen müssen», ist er sich sicher. Zudem wolle er wieder mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Wie es sportlich weitergehen soll, will er Ende Jahr entscheiden.
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Erstellt: 12.10.2009, 13:22 Uhr
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Kurt Hauser
Bravo Herr Markwalder, Gratulation! Sie haben das Image der Schweiz noch mehr verbessert! Antworten