Panorama

Die hübschen Hintergangenen

Von Reto Hunziker. Aktualisiert am 19.11.2010 24 Kommentare

Tony Parker hat Eva Longoria mit einer anderen betrogen. Warum gehen die Männer der attraktivsten Frauen Hollywoods fremd? Fünf Erklärungsversuche.

1/8 Sieben Jahre zusammen, drei davon verheiratet: Eva Longoria lässt sich dennoch von Basketballer Tony Parker trennen. Er soll sie mehrfach betrogen haben.
Bild: Reuters

   

Eva Longoria, Sandra Bullock, Halle Berry – wunderschöne Frauen, von denen Millionen Männer auf der Welt träumen. Und dennoch wurden sie alle von ihren Ehemännern betrogen. «Welche Idioten!», ruft da mancher aus und fragt sich: Wie kann man bloss eine so schöne Frau stehen lassen?

Dazu lassen sich mehrere Theorien aufstellen. Sie schliessen sich nicht gegenseitig aus und haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie sind überspitzt, treffen mit Sicherheit nicht auf alle Vertreter des jeweiligen Geschlechts zu – und beinhalten womöglich doch zumindest einen Funken Wahrheit:

  • Schönheit ist relativ
    Schönheit ist nicht nur vergänglich, man gewöhnt sich auch daran. So wie man sich nicht jeden Tag von Neuem über den schmucken Perser-Teppich freut, so wenig muss einen die Schönheit der eigenen Frau über Jahre hinweg begeistern. Nicht mal die harmonischste Beziehung ist von der Macht der Gewohnheit gefeit. Darum muss man sich selbst eine Eva Longoria schön erhalten. Insofern ist die Tatsache, die schönste Frau der Welt zu haben, noch lange kein Garant für eine erfüllte Beziehung oder ein Schutz vor einem Seitensprung.

  • Neu ist aufregend
    Die Seitensprünge von Hugh Grant und Jesse James verblüfften: Beide Männer waren mit Vorzeigefrauen (Elizabeth Hurley, Sandra Bullock) zusammen, betrogen sie aber mit sichtlich weniger attraktiven Frauen. Was von aussen wie ein «Downgrading» aussieht, ist aber auch nachvollziehbar. Denn: Es ist das Neue, was die Männer reizt und das Fremdgehen aufregend macht. Da muss das Aussehen nicht mal eine so grosse Rolle spielen. Viele Männer, die fremdgehen, suchen denn auch den Kontrast: Ist ihre Frau dominant, muss die Geliebte unterwürfig sein.

  • Schöne Frauen werden glorifiziert
    Eva Longoria oder Hale Berry sind wahre Sexsymbole. Um sie drehen sich die wildesten Männerfantasien. Doch was kommt nach dem Sex? Kann man sich mit Longoria gut unterhalten? Ist Sandra Bullock feinfühlig? Wir wissen es nicht, nehmen aber automatisch an, dass diese Frauen geradezu perfekt sind. Wer so schön ist, kann kein schlechter Mensch sein – so die allgemeine Annahme. Doch da könnten wir uns gewaltig täuschen. Die These ist nicht gerade gewagt: Schöne Frauen haben dieselben Ecken und Kanten wie alle anderen auch.

  • Die Angst vor der Stärke
    Womöglich ist es eine Reliquie des Patriarchats: Manch ein Mann ist eingeschüchtert von einer schönen und/oder erfolgreichen Frau und kann es schwer ertragen, dass nicht er selbst im Rampenlicht steht und Hauptverdiener ist. Mit der Aufmerksamkeit, die seine Frau geniesst, kommt er nicht zurecht. Denn Männer mögen es, selbst angebetet zu werden. Ist es jedoch nur die Frau, die anbetungswürdig ist, fühlen sie sich minderwertig. Und suchen sich eine andere, die zu ihnen aufschaut.

  • Stolperstein Ego
    Promis sind Männer wie wir. Mit einer Ausnahme: Ihnen laufen die Frauen massenweise hinterher. Meist sind es ja nicht irgendwelche Nobodys, die mit Stars wie Uma Thurman oder Jennifer Anniston zusammen sind. Und wenn doch, haben sie spätestens seit dem Beginn der Beziehung mit ihrem Starlet selbst eine gewisse Berühmtheit erlangt. Das - und ihr immenses Selbstbewusstsein - beschert ihnen jede Menge Angebote von anderen Frauen. Und wie schon der Comedian Chris Rock sagte: «Ein Mann ist nur so treu wie seine Möglichkeiten. Hat er keine Optionen, geht er auch nicht fremd.» Und davon, das eigene Ego hin und wieder mit einer neuen Trophäe aufzubessern, kann auch die hübscheste Frau einen Mann nicht abhalten.

Oder was denken Sie? Warum betrügen Promi-Männer ihre hübschen Frauen?

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 19.11.2010, 15:00 Uhr

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24 Kommentare

Joseph Mueller

22.11.2010, 07:57 Uhr
Melden

Die Antwort ist doch soo einfach: Weil die meisten Männer, wohl im Gegensatz zu den meisten Frauen, nicht monogam veranlagt sind und Abwechslung brauchen! Antworten


Hans Christian Müller

19.11.2010, 15:23 Uhr
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Was heisst denn attraktiv? - Den Gwunder weckend. Und wenn der Gwunder gestillt ist, ist halt auch die Attraktive nicht mehr attraktiv. Dann gelten knallhart "nur" noch die eigentlichen Werte. So einfach ist das. Antworten



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