Panorama
George Clooney stiehlt Obama und Co. die Show
Am Rande des G-8-Treffens in Italien haben zwei Hollywoodstars den mächtigsten Männern der Welt die Schau gestohlen. Die Schauspieler George Clooney und Bill Murray weihten bei L'Aquila einen Kinosaal in einem Zeltlager für die Überlebenden des Erdbebens in den Abruzzen ein. Damit wollten sie einen Beitrag dazu leisten, dass die Erdbebenopfer nicht vergessen würden, sagte Clooney, den hunderte Menschen begeistert beklatschten. Das Problem solcher Krisenregionen sei, dass kurz nach der Katastrophe eine grosse Aufmerksamkeit herrsche, das Interesse an den Opfern aber sehr bald verloren gehe. «Die Leute, die in Zeltstädten wohnen, möchten endlich nach Hause gehen. Ich möchte helfen, dass das schnell über die Bühne geht und nicht Jahre braucht. Jetzt sind alle Kameras wieder hier und das ist gut», sagt Clooney. Weil er eine grosse Zeit seines Lebens im Erdbeben-Gebiet Los Angeles gewohnt habe, könne er sehr gut verstehen, was die Menschen in L'Aquila durchmachten, so Clooney.
An der Zeremonie am Donnerstag nahmen auch die nordirische Friedensnobelpreisträgerin Betty Williams, sowie die Ehefrauen des EU-Kommissionspräsidenten José Manuel Barroso und des britischen Premierministers Gordon Brown teil.
Clooney besuchte auch das Lager für Erdbebenopfer in Sant'Eusanio Forconese. Dort rief er die 20 Kilometer weiter in L'Aquila tagenden Staats-und Regierungschefs auf, «mehr für Afrika zu tun, denn bisher haben sie nicht immer das getan, was sie machen müssen». Clooney setzt sich seit Jahren für Frieden in der sudanesischen Krisenregion Darfur ein. (vin/sda)
Erstellt: 10.07.2009, 10:04 Uhr
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