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«Jetzt schalte ich auf Angriff um»

Aktualisiert am 15.06.2011 55 Kommentare

Jörg Kachelmann geht in einem «Weltwoche»-Interview mit der Justiz hart ins Gericht. Man habe eine veritable Rufmordkampagne inszeniert. Auch Roger Schawinski und Alice Schwarzer bekommen ihr Fett ab.

«Ich musste schweigen»: Wettermoderator Jörg Kachelmanm.

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Bild: Keystone

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Die Gerichtsverhandlung am Landgericht Mannheim lief seit September. Jörg Kachelmann wurde am 31. Mai 2011 vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen.

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Der eben vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochene Schweizer Meteo-Unternehmer und TV-Moderator Jörg Kachelmann kritisiert die deutsche Justiz. Die Mannheimer Staatsanwälte hätten ihn nie wegen Vergewaltigung vor Gericht bringen dürfen, sagt er in einem Interview mit der «Weltwoche». Es seien «katastrophal frei erfundene», «schlecht zusammengelogene» Anschuldigungen gegen ihn vorgebracht worden.

Die Unschuldsvermutung sei ausser Kraft gesetzt gewesen, Kachelmann spricht von einer «Rufmordkampagne», die vom Gericht gegen ihn inszeniert worden sei. Die Staatsanwälte standen gemäss Kachelmann nicht mehr auf dem Boden des Rechtsstaats. Kachelmann: «Ich musste schweigen, meine Verteidiger mussten sich gegen unhaltbare Vorwürfe wehren. Jetzt schalte ich von defensive auf Angriff um.»

Die «böse alte Frau»

Besonders hart geht Kachelmann mit den Medien ins Gericht. Die Prozessberichterstatterin Alice Schwarzer etwa bezeichnet er als «böse alte Frau», Schweizer Journalisten von Roger Schawinski bis Peter Rothenbühler seien «Wichtigtuer». Kachelmann: «Das ist die neue Erkenntnis für mich: Jeder darf öffentlich völligen Blödsinn erzählen.»

Kachelmann will laut dem «Weltwoche»-Interview ein Buch schreiben und eine Stiftung gründen, die sich gegen falsch erhobene Vergewaltigungsvorwürfe einsetzt: «Der Vergewaltigungsvorwurf ist dank einer pervertierten Justiz zum nützlichen Instrument geworden, mit dem Frauen ungestraft Männer loswerden können. (…) Wenn sich herausstellt, dass die Anschuldigung haltlos ist, wird das Verfahren oft einfach nur eingestellt, und gegen die Frau wird nicht weiter ermittelt, obwohl Falschanschuldigung ein Offizialdelikt ist.»

«Wirkliche Vergewaltiger gehören ins Gefängnis»

Es gebe eine sehr hohe Dunkelziffer von falschen Vergewaltigungsanzeigen und allein in Deutschland würden Hunderte von Männern zu Unrecht im Gefängnis sitzen. Seine Stiftung soll aber auch Frauen helfen: «Mein Ziel ist, dass die wirklichen Vergewaltiger eingesperrt werden», sagt Kachelmann im Interview mit der «Weltwoche». (pbe)

Erstellt: 15.06.2011, 18:04 Uhr

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55 Kommentare

Eugenius Motz

15.06.2011, 19:00 Uhr
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Kachelmann ist freigesprochen worden, also was sollen all die Kommentare? Egal ob Mann oder Frau: Freispruch ist Freispruch, und dass an ihm Rufmord begangen worden ist und er eigentlich schon vorverurteilt wurde finde ich äusserst bedenklich Antworten


Astrid Meier

15.06.2011, 19:38 Uhr
Melden 52 Empfehlung

Weltwoche? Das ist doch die Zeitung, die berichtet in Fukushima habe eigentlich kein Supergau stattgefunden. Schön, dass die Zeitung Kachelmann eine Plattform bietet um sich selber endgültig zu demontieren. Antworten



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