Panorama
Mutter von Berlusconis angeblicher Geliebter: «Es ist eine Qual»
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»Ich war nie Berlusconis Liebhaberin, so wie es nicht meine Tochter ist. Ich würde nicht in einer 75 Quadratmeter grossen Wohnung in einem Vorort Neapels leben, wäre ich Berlusconis Freundin gewesen», sagte die 47-Jährige in einem Gespräch mit der Turiner Tageszeitung «La Stampa».
«Ich halte diese Situation nicht mehr aus. Es ist eine riesige Qual zu sehen, wie die eigene Tochter als Lolita dargestellt wird», so die Frau.
«Ich habe sie selber zum Flughafen begleitet»
Sie bestätigte, dass ihre Tochter mit einer Schulkollegin zu Silvester in der Luxusvilla Berlusconis auf Sardinien gewesen sei, wie italienische Medien berichteten.
»Ich habe sie selber zum Flughafen begleitet. Es gibt nichts zu verbergen. Noemi ist gut behandelt worden», sagte sie in ihrer ersten öffentlichen Stellungnahme in diesem Skandal.
Auch Paare waren da
Es seien nicht nur junge Frauen eingeladen gewesen, sondern auch Paare und Pier Silvio Berlusconi, der Sohn des Premierministers. Es sei ein normales Fest gewesen, mit Tanz, Essen und Trinken.
Am nächsten Tag sei ihre Tochter wieder zu Hause gewesen. «Sie hat keine Geschenke bekommen, keine Gegenstände und kein Geld», versicherte Anna Palumbo.
Zu Treffen mit Lario bereit
Der Fall Noemi Letizia steht im Mittelpunkt des Scheidungsverfahrens, das Berlusconis Frau Veronica Lario angestrengt hat. Lario ist darüber verärgert, dass der 72-jährige Regierungschef auf der Geburtstagsfeier der jungen Frau anwesend war, während er die Geburtstage seiner eigenen Kinder ausgelassen habe. Berlusconi hat eine Affäre mit der 18-Jährigen bestritten.
Sie begreife Veronica Larios Reaktion nicht. Palumbo sagte weiter, sie hätte keinerlei Probleme, Veronica Lario zu treffen und mit ihr als Ehefrau und Mutter zu sprechen.
Berlusconi steht weiter in der Kritik
Inzwischen gerät Berlusconi wegen seiner Vorliebe für junge Frauen weiterhin unter Beschuss. Das Wochenmagazin «L'Espresso» veröffentlichte am Freitag einen Bericht über «Berlusconis Harem».
Daraus geht hervor, dass der damals noch als Oppositionschef amtierende Berlusconi 50 junge Frauen im Alter von 20 und 30 Jahren nach Sardinien eingeladen habe, um in seiner Luxusvilla Neujahr 2007/ 08 zu feiern. Berlusconis Rechtsanwalt Nicolo Ghedini bestritt den Bericht und kündigte eine Klage gegen das Magazin wegen Verleumdung an. (oku/sda)
Erstellt: 29.05.2009, 16:07 Uhr
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