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Obamas erste Freundinnen packen aus

Aktualisiert am 04.05.2012 19 Kommentare

Bald erscheint eine neue Biografie über Barack Obama. Sie gibt tiefe Einblicke in seine Jugendjahre: Auch der US-Präsident war offenbar einmal ein orientierungsloser junger Mann, der mit seinem Dasein haderte.

Stadtspaziergänge, Restaurantbesuche und philosophische Gespräche: Obama in New York, wo er ab 1981 zur Uni ging. (Undatierte Aufnahme)

Stadtspaziergänge, Restaurantbesuche und philosophische Gespräche: Obama in New York, wo er ab 1981 zur Uni ging. (Undatierte Aufnahme)
Bild: Keystone

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Einblicke in das Leben der Obamas

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Das Buch «The Obamas» von Jodi Kantor zeigt, wie die Beziehung von Barack und Michelle Obama funktioniert.

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Das US-Magazin «Vanity Fair» hat Teile aus der neuen Biografie über Barack Obama veröffentlicht. Der eigens überarbeitete Auszug widmet sich zwei frühen Freundinnen Obamas.

Biograf und «Washington Post»-Reporter David Maraniss geht dabei zurück in die frühen 80er-Jahre. Obama kam gerade aus Los Angeles an die Columbia University mitten in New York City. Er war um die 20 und steckte offenbar in einer Existenzkrise: «Ich führte damals ein sehr asketisches Dasein, viel zu ernsthaft, als dass es noch gut gewesen wäre», sagt Obama selbst im Rückblick über diese Zeit.

Zwei Zeuginnen jener Lebensphase des späteren US-Präsidenten waren Alex McNear und Genevieve Cook. Erstere bewahrte einen Briefwechsel auf, von Letzterer fanden Tagebucheinträge Eingang in die Obama-Biografie. Beide gaben Maraniss lange Interviews für dessen Obama-Biografie.

Ein Sommer in New York

Alex McNear, die Obama noch aus L.A. kannte, verbrachte einen Sommer mit ihm in New York. Einen Sommer voller langer Stadtspaziergänge, Restaurantbesuche und philosophischer Gespräche. Obama sei etwa vom Konzept der Wahlfreiheit besessen gewesen. Hat der Mensch einen freien Willen? Wie stark spielten andere Faktoren mit, wie die Kindheit, die sozioökonomische Situation, die Hautfarbe? Wie beeinflussen Entscheidungen die eigene Gegenwart und Zukunft?

Später beschrieb Obama im Interview mit Maraniss seine Obsession als vorsichtigen Versuch, «den Pause-Knopf zu drücken und mich neu zu orientieren. Zu sagen: Okay, wohin gehst du?»

«Mein Gefühl der Isolation»

In einem anderen Brief an McNear erzählte Obama, wie seine Freunde aus der Uni in die Welt der Geschäfte und des «Mainstreams» abdrifteten. Ohne Klasse – sprich Geld –, Struktur – ein Bezug auf seine Familie, die durch die Abwesenheit des Vaters auseinanderbrach –, oder Tradition – damit meinte er seine fehlende Religiosität und sein Dasein zwischen Schwarzen und Weissen –, ohne diese drei Dinge also bleibe ihm nur eines: «Der einzige Weg, mein Gefühl der Isolation zu überwinden, ist es, alle Traditionen und Klassen zu absorbieren; sie zu den Meinen zu machen und mich selbst zum Ihrigen.» Obamas heutiges Urteil über die Zeit: «Ich war damals tief in meinem eigenen Kopf drin… auf eine Art, die ich rückblickend nicht für gesund halte.»

Mit Alex McNear war irgendwann Schluss. Auf einer Party lernte Obama 1983 Genevieve Cook kennen. Kurz darauf gingen sie zusammen Nachtessen. «Ich glaube sogar, er hat für mich gekocht», erinnert sie sich zurück. «Dann plauderten wir in seinem Zimmer weiter – und verbrachten dann die Nacht zusammen. Es fühlte sich alles sehr unausweichlich an.»

«Seine Wärme kann täuschen»

Biograf Maraniss bezeichnet die Beziehung zu Cook als die tiefste Romanze in Obamas frühem Leben. Aufschlussreich war sie auf jeden Fall: Aus Cooks Tagebuch ist etwa der Geruchmix aus Baracks Studentenzimmer überliefert: «Läufer-Schweiss, Deodorant, Zigarettenrauch, Rosinen.» Über ihr Verhältnis schrieb sie: «Die sexuelle Wärme ist definitiv hier – aber ansonsten sind da scharfe Kanten und ich fühle, dass ich mich zurückziehen will. (…) Seine Wärme kann täuschen.»

Im Frühling 1985 ging die Beziehung auseinander. «Ich war offensichtlich nicht die Person, die ihn betörte. (Irgendwo wartet diese geschmeidige, sprudelnde, starke schwarze Lady!).» Die Biografie soll im kommenden Monat in den USA erscheinen. Was First Lady Michelle Obama davon hält, ist nicht bekannt. (ami)

Erstellt: 03.05.2012, 18:45 Uhr

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19 Kommentare

Hans Meier

03.05.2012, 23:07 Uhr
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Wer Obama eine Sozialisten bezeichnet hat keine Ahnung was ein Sozialist ist. Obama ist nicht einmal Sozialdemokrat. Aber er möchte nicht, dass Leute ohne Geld sterben, weil ihnen keine med. Behandlung zuteil wird. Ein zutiefst christliches Anliegen, dass leider die amerikanischen Christen der Teabewegung ablehnen. Antworten


Peter Herzog

03.05.2012, 18:56 Uhr
Melden 40 Empfehlung 0

Ich war 1981 auch in New York, und sogar an der Columbia auf Besuch. Ich war genau so jung und strahlend. Obama ist immer noch strahlend. Ich leider nicht mehr, bin ein von der Misere und vom Staat beraubter und gezeichneter Gleichaltriger. Antworten



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