Panorama
Spendabler Adel an der Swiss Red Cross Gala
Von Hildegard Schwaninger. Aktualisiert am 21.09.2009 1 Kommentar
Botschafterin des Roten Kruezes: Célia von Bismarck.
CEO von IWC: Georges Kern.
Für einmal nur Nebendarsteller: Ph. Oliver Burger.
Sorgte für ein Glanzresultat: Simon de Pury.
Ausgeflippt: Lili von Schaumburg-Lippe.
Setzt auf Schweizer Qualität: Kazu Huggler.
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Die Swiss Red Cross Gala, Samstagabend im Dolder Grand, war ein gelungenes Fest. Wohltätigkeitsbälle sind oft gesellschaftliche Pflichtübungen, durch die man sich quält oder – wie es die reichen Amerikaner machen – sie kaufen zwar die Tickets, gehen aber nicht hin.
Zum Rotkreuz-Ball kam alles, was in Zürich Rang und Namen hat. Hilda Burger, die aus Kolumbien stammende Frau von Modeunternehmer Olivier Burger (PKZ, Feldpausch), der ihr Einsatz für die Aermsten der Armen eine Herzensangelegenheit ist, war Hauptorganisatorin des Abends.
Ihr zur Seite: Amaya Albers-Schönberg, Susan Bär, Sandra Bauknecht, Marilo Illy, Sabine Parenti, Susanne von Meiss. Den Frauen war kein Einsatz zu viel, an die Gala kamen sie, elegant gekleidet, mit ihren Männern, die mit ihrer Anwesenheit den Anlass für die «Victims of Forgotten Desasters» unterstützten. Gräfin Célia von Bismarck sprach als Botschafterin des Schweizer Roten Kreuzes den Gästen ihren Dank aus. Ein paar echte Adelige können nicht schaden, um einem Fest Glamour zu verleihen. So war als Gast von Investor Adriano Agosti die für ihre Ausgeflipptheit berühmte Prinzessin Lili von Schaumburg-Lippe (gross, blond, mit riesen Rückendekolleté) da.
Am Tisch von Unternehmer Beat Curti sass Erzherzogin Ludmilla Kyburg-Habsburg. Auch unter den Gästen: Gräfin Christa von Henckel-Donnersmarck (verwandt mit dem Oscar-gekrönten «Das Leben der Anderen» -Regisseur Florian Henckel-Donnersmarck).
Die Swiss Red Cross Gala, die alle zwei Jahre stattfindet, hatte ein weltmännisches Flair. So war es selbstverständlich, dass die Ehepaare getrennt sassen. Schon das gab dem Abend einen gewissen Schwung. Mit viel Elan gestaltete der aus London eingeflogene Simon de Pury die Versteigerung. Glanzresultat: 256'000 Franken. Marco Illy, Chef Investmentbanking der Credit Suisse, war Hauptsponsor. Viele schöne Russinnen kamen als Gäste des Modehauses Dior, das traditionell bei der Red Cross Gala die Modeschau macht. Der Abend war seit Monaten ausverkauft, 400 Gäste, je 650 Franken. Die Gipsy Queens spielten zum Tanz.
Im Gewühl gesichtet: Novartis-VR Thomas Wellauer, Georges Kern (CEO IWC), Andreas Schmid und Thomas Kern (Präsident und CEO Unique Flughafen AG), Tomas Prenosil (Café Sprüngli), Hans Syz (Präsident Maerki Baumann), Verleger Jürg Marquard.
Hilda Burger und ihr Damen-Team haben nicht vergeblich gearbeitet: Der Erlös des Abends für die Aermsten in Bangladesh, Swaziland, Bolivien, Ecuador und Paraguay: 320'000 Franken (fast doppelt so viel wir vor zwei Jahren).
Mode Apéro
Kleine Kunstwerke sind die Kleider, die Kazu Huggler in ihrem Atelier an der Neptunstrasse 2 schafft. Die Tochter eines Zürcher Geschäftsmanns und einer Japanerin unterstützt die Schweizer Wirtschaft, ihre Mode ist Schweizer Qualität, hergestellt in der Schweiz aus Schweizer Materialien (Seide von Fabric Frontline).
So sind die Kleider auch etwas teurer, aber man sieht es. Erst vor einem Monat hat Kazu Huggler ihren zweiten Sohn Makoto (heisst auf japanisch Wahrheit, Vertrauen) geboren, jetzt stellte sie – schlank und rank und strahlend in einer schwarzen Eigenkreation - die neuesten Kostbarkeiten aus ihrem Atelier vor. Höhepunkt: die schmalen Haute-Couture-Seidenkleider, die 1500 bis 2500 Franken kosten.
Nach der Modenschau stand man auf dem Trottoir und trank Perrier Jouët-Champagner, ausgeschenkt von Kazus Mann Mark Huggler, geborener Gisiger.
Die Gästeschar war handverlesen. Kunsthändlerin Fréderique Hutter (Katz Contemporary Art), Kunsthistorikerin Angela Thomas-Bill (im Haus der Witwe von Max Bill machte Kazu letztes Jahr ihre Modeschau), Oliver Burger von der Galerie Burgerstocker (ist mit einer Schwester von Kazu verheiratet), der Szenograf Noël Fischer und Galerie-Lelong-Leiter Ottavio Arriscado (sind seit 17 Jahr ein Paar und überlegen jetzt ernsthaft, ob sie heiraten sollen), Kostümbildnerin Madlaina Peer (die Frau des Künstlers Peter Fischli), die Fotokünstler Franziska und Bruno Mancia-Bodmer, die neue Besitzerin Blumen Binder Regula Guhl. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 21.09.2009, 12:55 Uhr




Octávio Arriscado
Liebe Hildegard! danke für die Erwähnung meinerseits im Artikel zur Modeschau von KAZU vom 21.9.2009. Es ist mir aber wichtig klarzustellen, dass ich Galerieassistent und nicht Leiter der Galerie Lelong in Zürich bin. Herzliche Grüsse, vielleicht sehen wir uns bei "euses chli Züri" bei Thomas und Evita. Octávio. Antworten