Wilde Fasnacht
Es tönt wie eine schlechte TV-Soap: Monika Fasnacht lässt ihren Ehemann vor einem Jahr sitzen und ist seither mit einem anderen liiert. Der Neue hat allerdings Frau und Kinder. Und gaukelt sowohl seiner Familie als auch seiner Geliebten Liebe und Treue vor.
Ein wahres Durcheinander. Aber beginnen wir von vorne: Monika Fasnacht, seit 1997 Moderatorin der SF-Jass-Sendungen, punktet beim Publikum mit ihrer Offenheit und ihrer Bodenhaftung. Sie lässt die Zuschauer grosszügig an ihrem Privatleben teilhaben.
Hin- und her
2000 trennen sich die Moderatorin und ihr Freund, «Radio Zürisee»-Geschäftsführer Christoph Romer nach neun Jahren Beziehung. Ein halbes Jahr bevor Romer aus dem gemeinsamen Haus auszieht, verliebt er sich in eine neue Frau. Sowohl Fasnacht als auch Romer geben in der Presse bereitwillig Auskunft über die etwas komplizierte Situation und wie sie es vermeiden, dass sich Romers Neue und seine Ex ständig über den Weg laufen.
2004 macht Fasnacht erneut Schlagzeilen mit einer Trennung. Diesmal ist es ihre Liebe zu Matthias Kost, Event- und Marketingleiter von «Radio Zürisee», die nach vier Jahren erloschen ist. Wieder erzählt die Moderatorin ausführlich, wie es so weit kam, dass eine Beziehung bei ihrem Job schwierig, sie aber nicht zum Alleinsein geboren sei.
2005 präsentiert Monika Fasnacht der Öffentlichkeit ihren neuen Freund. Garagist Patrick Engeli soll nun der Richtige sein. Knapp zwei Jahre später heiraten die beiden, begleitet von der «Glückspost».
Die verhängnisvolle Affäre
Über Weihnachten 2008 lernt Monika Fasnacht-Engeli einen neuen Mann kennen. Wenige Wochen später ist offiziell Schluss mit Ehemann Patrick. Dieser verarbeitet das Ende der Beziehung medial, Fasnacht zieht zu ihrem neuen Freund ins Bündnerland.
Nach diesen Vorfällen weht Fasnacht plötzlich ein rauer Wind ins Gesicht. Ihre Fans haben stets mitgefühlt, von einer Beziehung zur nächsten. Doch nun steht die Moderatorin als Ehebrecherin da und klagt in einem Interview mit der «Glückspost»: «Ich wurde von den Medien enorm belagert. Gewisse Fans oder Mitläufer meinen, sie müssen mein Privatleben kommentieren, obwohl sie mich gar nicht kennen. Was da in den letzten Tagen abging, war zum Teil unter der Gürtelllinie. Damit habe ich grosse Mühe.» Sie stehe zwar in der Öffentlichkeit, habe aber auch ein Anrecht auf Privatsphäre. Immerhin habe sie eines aus dieser Sache gelernt: «Es wird nie mehr eine private Geschichte in einer Zeitung, Zeitschrift oder im TV geben. Das habe ich mir geschworen!»
Ob Fasnacht selber zu dieser Einsicht kam, oder ob der Arbeitgeber ihr mehr Zurückhaltung nahelegte? SF-Unterhaltungschefin Gabriela Amgarten gab im «Sonntag» zu Protokoll, «Frau Fasnacht und unsere Medienstelle haben vereinbart, künftig in diesem Bereich etwas zurückhaltender zu agieren».
Jetzt reden alle
Während sich Monika Fasnacht seither an die Vereinbarung mit SF hält, sind die Menschen um sie herum umso redseliger. Exmann Engeli kommentiert Fasnachts neue Beziehung aus der Ferne. Und vor allem Fasnachts Neuer, Getränkehändler und Eishockey-Trainer Stefan Dudler, spricht gerne mit der Presse über seine berühmte Freundin - und über sich selbst.
Dudlers Umfeld tut es ihm gleich. Am Mittwoch melden sich die Kinder seiner Noch-Ehefrau Anneliese bei «Blick» und behaupten, ihr Stiefvater sei gar nicht mit Fasnacht zusammen, sondern immer noch mit ihrer Mutter. Auch Anneliese Dudler lässt es sich nicht nehmen, via «Blick» die Nation zu informieren, dass ihr Mann «nur mit Fasnacht zusammen ist, weil sie ein Promi ist und er nicht den Mut hat, diese Beziehung zu beenden.» Dudler fährt anscheinend zweigleisig.
Plötzlich nur noch Schweigen
Nach den öffentlichen Aussagen von Dudlers Ex-Familie fühlte sich Fasnacht offenbar genötigt, gegenüber «Blick» etwas zum ganzen Chaos zu sagen. Nur, um ihr Statement sogleich wieder zurückzuziehen. Ihre Männer sind ebenfalls plötzlich auf den Mund gefallen. Dudler meint zur Affäre nur noch: «Ich habe zu diesem Thema nichts zu sagen». Und Engeli ergreift die Flucht, als Reporter bei ihm auftauchen. Ob das Schweizer Fernsehen wieder eingegriffen hat?
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 05.02.2010, 15:21 Uhr
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