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Christoph Mörgeli an Wirbelsäule operiert

Der SVP-Nationalrat Christoph Mörgeli befindet sich nach seinem schweren Autounfall im Universitätsspital Zürich. Er erlitt eine Prellung des Rückenmarks und wurde inzwischen operiert.

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Mörgeli war am 8. Dezember in der Zürichseegemeinde Stäfa verunfallt. Er prallte mit seinem Auto in einen am Strassenrand parkierten Lieferwagen. Gemäss eigenen Aussagen wurde er von der Sonne geblendet.
Bild: Keystone

   
Noch ist unklar, wie schwer verletzt Christoph Mörgeli ist.

Noch ist unklar, wie schwer verletzt Christoph Mörgeli ist. (Bild: Keystone)

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Der Nationalrat befindet sich auf der Intensivstation. Er ist wach und ansprechbar. Welche gesundheitlichen Folgen der Unfall haben wird, ist noch unklar. Die neurologische Entwicklung müsse nun beobachtet werden, schreibt die SVP. Aufgrund der jetzigen Lage könne aber mit einer Erholung gerechnet werden.

Dass Mörgeli an der Bundesrats-Ersatzwahl am Mittwoch teilnehmen kann, ist unwahrscheinlich. «Es geht jetzt aber in erster Linie um seine Gesundheit, nicht darum, ob wir eine Stimme mehr oder weniger haben», sagt SVP-Sprecher Alain Hauert. Nach jetzigem Stand der Dinge dürfte das Ergebnis für die SVP so knapp ausfallen, dass jede einzelne Stimme zählt.

Hat ihn die Sonne geblendet?

Der 48-jährige Mörgeli fuhr heute um 8.50 Uhr auf der Stäfner Rhynerstrasse abwärts Richtung Dorfzentrum. Aus noch unbekannten Gründen prallte er in einen Lieferwagen, der auf der Fahrbahn am rechten Strassenrand parkiert war.

Nachbar Edgar Klopfer sagte gegenüber Tagesanzeiger.ch/Newsnet er könnte sich gut vorstellen, das Mörgeli die Morgensonne zum Verhängnis wurde. Als er es «Chlöpfen» gehört hat, sei er auf die Strasse rausgetreten und habe gesehen, dass die Sonne in Richtung Dorf hinunter extrem geblendet habe.

Auch andere Autofahrer äusserten sich dahingehend, dass das Licht zu diesem Zeitpunkt für das Lenken eines Wagens in Richtung unterer Zürichsee äusserst ungünstig war. Wie Feuerwehr-Kommandant Ralf Schardein gegenüber Tele Züri sagte, gehe auch die Feuerwehr und die Polizei davon aus, dass der SVP-Nationalrat von der Sonne geblendet worden ist.

Die Strasse war auf der Oberfläche auch vereist, wie in einem Beitrag der «Tagesschau» deutlich zu sehen war.

Laut Polizeisprecher Werner Benz ist noch völlig unklar, weshalb es zur Kollision kam. Nichts deute daraufhin, dass Mörgeli zu schnell unterwegs gewesen wäre. Die enge, kurvige Strecke sei für überhöhtes Tempo auch denkbar ungeeignet.

Wurde manipuliert?

Die Polizei ermittle wie üblich in alle Richtungen. Dazu gehört auch zu untersuchen, ob allenfalls am Auto des umstrittenen SVP- Exponenten manipuliert worden war.

Durch den Aufprall wurde das Auto des Nationalrats total zerstört. Der Rettungsdienst des Nachbarortes Männedorfs war rasch vor Ort. Die Feuerwehr musste den Verletzten aus dem Wrack seines Autos befreien. Erste Untersuchungen ergaben den Verdacht, dass Mörgeli Rückenverletzungen erlitten haben könnte.

Feuerwehr-Kommandant Ralf Schardein, sagte gegenüber Radio 1, Mörgeli habe zu ihm bei der Bergung gesagt, er habe kein Gefühl mehr in den Beinen.

Laut Rega-Sprecher Gery Baumann wurde die Rega um 9.13 Uhr von Schutz und Rettung Zürich nach Stäfa aufgeboten. Der Helikopter habe nicht direkt am Unfallplatz landen können.

Lieferwagenlenker leicht verletzt

Der Verunfallte sei deshalb zuerst mit einem Ambulanz-Auto zum Helikopter gefahren und dann für genauere Abklärungen ins Unispital Zürich geflogen worden. Der Patient sei auf dem ganzen Weg wach und ansprechbar gewesen.

Der 61-jährige Lieferwagenlenker befand sich laut Polizeimitteilung im Augenblick der Kollision gerade im Laderaum seines Fahrzeugs. Er wurde beim Aufprall hinausgeschleudert und erlitt leichte Verletzungen. (bru/sam/sda/)

Erstellt: 08.12.2008, 21:41 Uhr

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