Rennpferde sterben in Flammen – war es Brandstiftung?

Die Schweizer Pferderennszene steht unter Schock: Auf der Reitsportanlage in Avenches ist ein Feuer ausgebrochen – für einige Tiere kam jede Hilfe zu spät.

Vermutlich Brandstiftung: Gleich mehrere Feuer sind in der Nähe von Avenches ausgebrochen. (Video: Tamedia/Leserreporter 20 Minuten)

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Im Broyebezirk und in der Region Vully brannte es in der Nacht auf Samstag nicht weniger als sieben Mal. Einem der Feuer fielen rund 20 Pferde und Ponys zum Opfer. Menschen kamen nicht zu Schaden. Die Polizei ermittelt, ob es sich um Brandstiftung handelt.

Das erste Feuer brach gegen 0.30 Uhr auf zwei Gerstenfeldern bei St. Aubin und Domdidier im Kanton Freiburg aus, wie die Waadtländer und die Freiburger Kantonspolizei in einem gemeinsamen Communiqué mitteilten. Während sie noch löschten, bemerkten die Feuerwehrleute Flammen beim privaten Institut Equestre National d'Avenches (Iena).

Auch eine Wohnung brannte aus

Auf diesem Areal wurden ein Stall und eine Scheune, die zum IENA gehören, ein Raub der Flammen. Rund 30 Pferde und Ponys waren dort eingestallt. Rund 20 dieser Tiere kamen im Feuer um. Sie gehörten Privatpersonen.

Abgebrannt ist auch eine an den Stall angrenzende Wohnung. Die Familie, die darin lebt, konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, wie ein Polizeisprecher sagte. Die anderen Gebäude auf dem Gelände konnte die Feuerwehr schützen.

Innert einer Stunde kam es noch zu weiteren Bränden in unmittelbarer Nähe: In Villars-le-Grand VD brannte landwirtschaftliches Gerät, zwischen Salavaux VD und Avenches Strohballen und in Avenches ein Gerstenfeld. Die meisten waren rasch eingedämmt; das grösste Feuer in den Pferdeställen war am frühen Morgen unter Kontrolle.

«Grosse Trauer»

«Mit grosser Trauer haben wir erfahren, dass sich zwei der zerstörten Gebäuden auf dem IENA-Gelände befinden», heisst es auf der IENA-Internetseite. Elf Ponys und zwölf Trabrennpferde seien beim Brand umgekommen, heisst es im Statement weiter.

Die Schweizer Rennsportszene steht unter Schock. Da die Polizei wegen Brandstiftung ermittelt, fragen sich viele: Wer würde so etwas machen? Jean-Pierre Kratzer, Präsident des Schweizer Pferderennsport-Verbandes, ist laut «20 Minutes» überzeugt, dass es sich beim mutmasslichen Täter nicht um jemanden aus der Pferdeszene handeln kann.

Sieben Brandherde ermittelt

Ermittlungen führten laut Polizeiangaben zu insgesamt sieben Brandherden. Feuerwehren aus mehreren Gemeinden waren aufgeboten worden. Auch Ambulanzteams und zwei Tierärzte standen im Einsatz. Für die Polizei steht ein krimineller Hintergrund im Vordergrund. Spezialisten nahmen Ermittlungen auf.

Das private Iena liegt in direkter Nachbarschaft zum Schweizer Nationalgestüt Avenches, wurde im Zuge von dessen Teilprivatisierung gegründet und nahm 1999 seine Aktivitäten auf. Es führt nach Angaben auf seiner Webseite jährlich rund 30 Reitsport-Veranstaltungen aller Disziplinen durch. Rund 200 Boxen vermietet es Pferdebesitzern. (fal/woz/sda)

Erstellt: 15.07.2017, 15:13 Uhr

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