61 Menschen sterben bei Disco-Brand in Bangkok
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(Quelle: Reuters)
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Unter den Verletzten waren zahlreiche Touristen – unter anderem aus Frankreich, den Niederlanden, Japan und Australien, wie die Behörden weiter mitteilten. Ein Sprecher des Eidgenössischen Departementes für auswärtige Angelegenheiten (EDA) sagte am Neujahrstag auf Anfrage, zunächst stehe noch nicht fest, ob es sich um einen Mann oder eine Frau handle. Die betroffene Person habe inzwischen das Spital, in das sie zur Pflege gebracht worden war, bereits wieder verlassen können. Weitere Abklärungen, ob sich noch mehr Schweizer Staatsangehörige unter den Opfern befinden, sind noch im Gang.
In dem Lokal im Vergnügungsviertel der Stadt feierten rund 1000 Menschen den Jahreswechsel. Listen der Krankenhäuser zeigten, dass 13 Ausländer wegen Verletzungen behandelt wurden. Ein Mann aus Singapur starb. Ein 25-jähriger Japaner erlitt Brandverletzungen an 60 Prozent seines Körpers und lag im Koma, wie Ärzte erklärten.
Der Polizeioffizier Chokchai Deeprasertwit sagte, das Feuer sei möglicherweise von Feuerwerkskörpern verursacht worden. Auf der Bühne des Nachtklubs wurde der Countdown zum neuen Jahr von einem Feuerwerk begleitet. Augenzeugen sagten, Funken hätten die Decke vor der Bühne in Brand gesetzt. Videoaufnahmen zeigten, wie die Flammen noch während der Bergungsarbeiten in dem Gebäude wüteten. Die Behörden schlossen aber auch einen Kurzschluss nicht aus.
Die Opfer verbrannten, erlitten Rauchvergiftungen oder wurden in der allgemeinen Panik zu Tode getrampelt. Die Diskothek hatte nur einen Ausgang. Ein Feuerwehrmann sagte, ein weiterer Ausgang auf der Rückseite sei nur den Angestellten des Nachtklubs bekannt gewesen. Die Polizei erklärte, es werde wohl rund eine Woche dauern, bis alle Todesopfer identifiziert seien.
Massenpanik nach Ausbruch des Feuers
Im Inneren des zweistöckigen Gebäudes griffen die Flammen rasch um sich. «Jeder drängte gegen den anderen, um so schnell wie möglich zum Vorderausgang zu gelangen», sagte Sompong Tritaweelap, der hinter der Diskothek wohnt. «Ich habe gesehen, wie junge Mädchen zur Seite gedrängt und begraben wurden, während andere nach draussen stürmten.» Innerhalb von zehn Minuten habe das gesamte Haus in Flammen gestanden. «Die Menschen haben aus jedem Fenster um Hilfe gerufen. Ihre Haare und ihre Kleidung standen in Flammen.» Die Rettungskräfte erklärten, der dichte Verkehr in dem Viertel habe den Einsatz verzögert.
Thailands Ministerpräsident besucht den Unglücksort
Am Morgen besuchte der thailändische Ministerpräsident Abhisit Vijjajiva den Unglücksort. Er äusserte sich nicht vor Journalisten. Sicherheitsbestimmungen werden in Thailand häufig nicht eingehalten und von den Behörden auch nicht durchgesetzt. (mbr/sam/sda/ap)
Erstellt: 01.01.2009, 11:27 Uhr
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