Erste Bilder der Achtlinge – Mutter lügt am TV

Aktualisiert am 10.02.2009

Sie hat es abgestritten, doch die «LA Times» hat nachrecherchiert. Nadya Suleman, die Mutter von mittlerweile 14 Samenspender-Kindern, erhält Geld vom Staat. Zudem sind drei ihrer Kinder behindert.

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Achtlingsmutter Nadya Suleman verlässt ihr Haus in Whittier, Kalifornien.
Bild: Keystone

   

Die 33-jährige Suleman sagte im wohl teuer verkauften Exklusiv-Interview auf NBC, dass sie für ihre bisherigen sechs Kinder keine Wohlfahrtsgelder beziehe.

Die «LA Times» glaubte das jedoch nicht und ging der Sache auf den Grund. Und entdeckte, dass die stets künstlich befruchtete Frau monatlich Essensmarken im Wert von umgerechnet 570 Franken (490 Dollar) bezieht. Sulemans Sprecher bestätigte dies schliesslich.

Drei Kinder sind behindert

Aufgedeckt wurde nun auch, dass drei der früher geborenen sechs Kinder behindert sind und vom Staat deshalb Unterstützungsgelder erhalten. In welcher Höhe wollte Nadya Suleman nicht preisgeben. Auch nicht, an welcher Behinderung die Kinder leiden.

Die 14-fache Mutter gibt sich kämpferisch: «Ich werde sie füttern. Ich werde mein Bestmögliches geben. Auf meine Art, in meinem eigenen Glauben. Ich glaube von ganzem Herzen, dass Gott auf seine Art für uns sorgen wird.»

Geburten wegen Geld?

Die Achtlinge kamen am 26. Januar per Kaiserschnitt zur Welt. Es war erst der zweite Fall weltweit, in dem alle acht Kinder lebend geboren wurden. Die Babys wogen bei der Geburt zwischen 680 und 1475 Gramm und sind weiterhin im Krankenhaus.

Suleman wurde nach der Geburt vorgeworfen, unverantwortlich gehandelt zu haben und die Achtlinge nur bekommen zu haben, um Geld mit Buch- und Fernsehverträgen zu verdienen. Suleman wies dies zurück.

Ermittlungen gegen Arzt

Nach der umstrittenen Achtlingsgeburt ermittelt die Gesundheitsbehörde gegen einen Arzt. Dieser hatte die künstliche Befruchtung vorgenommen, obwohl die Frau bereits sechs Kinder hatte. Es müsse geprüft werden, ob im Fall der 33-jährigen Nadya Suleman medizinische Richtlinien verletzt worden seien, teilte Behördensprecherin Candis Cohen am Freitag in Los Angeles mit.«» (sam)

Erstellt: 10.02.2009, 11:06 Uhr

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