Alice Schwarzer schreibt über Tim K.: «Die Tat eines Frauenhassers»

Der Amokläufer von Winnenden hat gezielt auf die Köpfe von Mädchen geschossen. Damit ist das Drama das erste Massaker mit dem Motiv Frauenhass in Deutschland. Welche Schlüsse werden daraus gezogen?

1/30 15 Menschen und sich selber hatte der Täter am 11. März dieses Jahres umgebracht.
Bild: KEYSTONE/AP

«Das Böse ist mitten unter uns»: Alice Schwarzer.

«Das Böse ist mitten unter uns»: Alice Schwarzer. (Bild: Keystone)

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Zur Person

Alice Schwarzer, 66, ist Gründerin der Frauenzeitschrift «Emma»

Die Polizei sagte es auf ihrer ersten Pressekonferenz am 11. März noch unmissverständlich: «Auffällig ist, dass es sich bei den Opfern vor allem um Mädchen handelte.» Von total neunzehn Opfern in der Schule - von denen zwölf tot sind und sieben verletzt - sind achtzehn weiblich.

Regelrechte Hinrichtungen

Der Amokläufer handelte keineswegs wahllos. Er richtete seine Opfer durch gezielte Kopfschüsse regelrecht hin. Tim K. erschoss drei Lehrerinnen und acht Schülerinnen. Nur einer der Toten in der Schule war männlich: ein Junge albanischer Herkunft. Erst ausserhalb der Schule hat er dann auf der Flucht wahllos um sich geballert und dabei auch noch drei zufällig anwesende Männer getötet.

Damit ist das Drama in der schwäbischen Kleinstadt Winnenden das erste Massaker mit dem Motiv Frauenhass in Deutschland. Die ARD-Nachrichten sprachen am zweiten Tag von «drei Lehrern und neun Schülern», die getötet worden seien. Und die politischen TV-Magazine problematisierten am Abend danach zwar zu Recht den privaten Waffenbesitz oder den jugendlichen Internetkonsum.

Doch dieser zentralste, offensichtlichste Aspekt - der Frauenhass - kam mit keinem Wort mehr vor. Am dritten Tag erwähnten die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» und die «Süddeutsche Zeitung» in ihren ausführlichen Erörterungen des Dramas zwar in einem Satz, dass Tim K. gezielt auf Mädchen geschossen und einen «Hass auf Frauen» hatte. Schlüsse wurden daraus aber keine gezogen.

Der 17-Jährige kommt aus einem wohlsituierten Elternhaus. Sein Vater ist Unternehmer. Er galt als verklemmt und war ein schlechter Schüler, hatte im vergangenen Jahr jedoch den Realschulabschluss geschafft und danach eine Lehre angetreten. Tim K. soll sich früher von einer Lehrerin «gemobbt» gefühlt haben: «Er hat sie regelrecht gehasst, wie Frauen allgemein», so ein Nachbar der Familie zu «Bild».

Am Tag darauf, am 13. März, interviewt «Bild» dazu Dieter Lenzen, den Präsidenten der Freien Universität Berlin. Der Erziehungswissenschaftler erklärte: «Die Jungen sind die Verlierer im deutschen Bildungssystem.» Und er wusste auch schon warum: «Vor allem die Tatsache, dass Jungen schon in der Grundschule meistens von Lehrerinnen unterrichtet werden, verhindert, dass sie eine männliche Identität ausbilden können.»

Eine «männliche Identität» - was ist das? Wohin die Verunsicherung eines Mannes führen kann, zeigte am 6. Dezember 1989 in Kanada Marc Lepine. Der 25-Jährige stürmte einen Unterrichtsraum der Montrealer Ecole Polytechnique mit dem Ruf: «Ich will die Frauen!» Sodann erschoss er 14 Ingenieur-Studentinnen und schrie: «Ihr seid Feministinnenpack. Ich hasse Feministinnen!» Am Schluss tötete er sich selbst. Der zwischen verschiedenen Männlichkeitsmodellen zerrissene Sohn einer Kanadierin und eines Algeriers war ein arbeitsloser Elektriker, der nicht an der Ingenieursschule angenommen worden war.

Parallelleben in virtueller Welt

Auch der Jugendliche Tim K. scheint in der Tat als Mann verunsichert gewesen zu sein. Doch es gibt keine Anzeichen dafür, dass es ihm an männlichen Vorbildern mangelte. Im Gegenteil, sein Vater inszeniert sich offensichtlich als He-Man: Er gilt als «Waffennarr», ist Mitglied des örtlichen Schützenvereins, besitzt total 15 Waffen, und in seinem Waffenschrank fand die Polizei 4600 (!) Schusspatronen. Der Sohn, der häufig mit dem Vater Schiessübungen machte, entwendete die 15. Waffe und Hunderte von Patronen dazu. Das hätte noch für viele Menschen gereicht.

Tim K. befand sich seit seiner Musterung in psychiatrischer Behandlung, er brach die Therapie jedoch nach fünf Sitzungen ab. Der 17-Jährige soll «Depressionen» gehabt haben. Wir alle kennen depressive Frauen. Morden sie? Nein, höchstens sich selbst.

Es ist keineswegs eine Überraschung, dass der unauffällige Tim K. Porno- und Gewaltvideos konsumierte und täglich Stunden im Internet surfte. Seit er das tat, soll er sich verändert haben. Vielleicht sollte also statt über seine Lehrerinnen eher über sein Parallelleben in einer virtuellen Welt voller gewalttätiger Helden nachgedacht werden?

Schon im Frühling 2007 schlug der Münchner Neuropsychologe Henner Ertel Alarm. Sein «Institut für rationelle Psychologie» macht seit 30 Jahren Langzeitstudien zu den Auswirkungen von Pornografie. Bei der Auswertung der Daten stellten die Wissenschaftler «eine dramatische Entwicklung in den letzten fünf Jahren» fest: «Was da auf unsere Gesellschaft zukommt, ist das Grauen.» Die Psychologen registrierten veränderte Verhaltensweisen - «Gewalt ist heute ein legitimes Mittel, Ansprüche durchzusetzen» - und die Neurologen Veränderungen im Gehirn: «Das Gehirn passt seine Verarbeitungsstrategien an und schützt sich gegen die Flut von Gewalt und Pornografie durch Abstumpfung.» Professor Ertel: «Emotionale Intelligenz und Empathiefähigkeit haben bei den Jugendlichen enorm abgenommen. Sexualität ist heute für die Mehrheit der jungen Männer, aber auch für viele junge Frauen unlösbar mit Gewalt verknüpft.»

In quasi allen Fällen von Männergewalt in Friedenszeiten spielt der Männlichkeitswahn eine zentrale Rolle. Die männlichen Allmachts- und Todesfantasien sind das Dynamit. Da kann eine - vermeintliche - Kränkung durch eine Frau zum auslösenden Funken werden.

Das Böse ist mitten unter uns

Diese Jungen sind wandelnde Zeitbomben. Und es ist zu befürchten, dass Tim K. aus dem Eigenheim in der idyllischen schwäbischen Kleinstadt nicht der letzte Amokläufer war. Wie aber kann verhindert werden, dass diese «Verlierer» zu Verbrechern werden? Ganz sicher nicht durch ein Mehr an Männlichkeit, wie Professor Lenzen es fordert, sondern nur durch das Gegenteil: durch ein Mehr an Menschlichkeit!

Auf der ersten Pressekonferenz nach der Tat erhob ein hilfloser Polizeichef die Forderung nach Einlass-Chips für Schulen. Er scheint immer noch nicht verstanden zu haben, dass das Böse nicht von draussen kommt. Es sind unsere eigenen Söhne, Nachbarn und Mitschüler, die zu Vergewaltigern und Mördern werden. Wir können uns vor diesen ausrastenden Jungen mitten unter uns nicht schützen. Wir können sie nur vor sich selbst schützen. Das Rezept heisst: aufmerksame, zugewandte Eltern und Lehrerinnen, mehr Psychologen und Sozialarbeiter in Schulen und Jugendhäusern - sowie eine Erziehung nicht etwa zum Selbstmitleid und zur «Männlichkeit», sondern zur Mitleidensfähigkeit und Menschlichkeit. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 18.03.2009, 08:39 Uhr

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31 KOMMENTARE

Andrea Maibach

18.04.2009, 16:45 Uhr

Frau Schwarzer hat zwar einen wichtigen Aspekt angesprochen, aber ihn leider zu einseitig betrachtet und dann zu übereifrig und polemisch präsentiert. Wer "Bondage-Inszenierungen" irrtümlich definiert als "Fotos, auf denen man nackte gefesselte Frauen sieht, die vergewaltigt und gefoltert werden, manchmal zu Tode", der hat wohl selbst einiges noch nicht verstanden oder recherchiert.


Harry Mulisch

19.03.2009, 09:44 Uhr

Genialer Artikel von Frau Schwarzer. Die Sprache der Medien wird analysiert und der Fokus geht endlich von diesen unsäglichen Gewaltvideos weg. Frsauch Schwarzer bietet eine seltene Stimme der Weisheit in diesem aufgeregten und hysterischen Gerede.


Abra Melin

19.03.2009, 00:33 Uhr

Evelyn Thriene schrieb: "Killer-Spiele auf dem Computer und 200 (!) brutalste Gewalt-Pornos in der Stube - das ist die Realität und Normalität von zigtausenden männlichen Jugendlichen." zigtausende von männlichen Jugendlichen scheinen das so zu machen - und wenn man all diese Amokläufe aufzählt kommt man nicht mal auf 20. Die Ursache scheint nicht bei der Realität und Normalität zu liegen....


Frank Pichler

18.03.2009, 20:32 Uhr

Sie ist nicht auffallend intelligent und hat entsprechend noch nie in ihrem Leben wertvolle analytische Arbeit abgeliefert. Dennoch redet sie: Frau Alice Schwarzer. Sie wertet, noch bevor sie zu verstehen versucht. Sie interpretiert, ohne dabei ihr festgefahrenes Weltbild zu gefährden. "Every man takes the limits of his own field of visions for the limits of the world." Schopenhauer (ein Mann)


Doris Brennwald

18.03.2009, 17:01 Uhr

Besten Dank für diesen analytischen Artikel! Mit einem freien (oder befreiten) Blick auf Realitäten stossen wir immer wieder auf sehr unbequeme Tatsachen, gesellschaftlichen Strukturen und Systeme. Auch Herr Feurstein hat gestern im Talk Täglich sehr eindrücklich erläutert, dass die Auseinandersetzung mit sozialen Tragödien erlauben, die gesellschaftlichen Strukturen und Systeme herauszufiltern.


Evelyn Thriene

18.03.2009, 16:18 Uhr

Gott-sei-Dank haben Sie wenigstens Alice Schwarzer ein Forum gegeben. Sie spricht Millionen Frauen aus der Seele. Es handelt sich um die sexualisierte, frauenhassende Tat eines in der Tat "normalen" Jünglings: Killer-Spiele auf dem Computer und 200 (!) brutalste Gewalt-Pornos in der Stube - das ist die Realität und Normalität von zigtausenden männlichen Jugendlichen.


Fabienne Studer

18.03.2009, 15:17 Uhr

Die Wortwahl von Alice Schwarzer ist teilweise krass und nicht diplomatisch. Das ist schade, den zwischen den Zeilen steht Wahres und Sinnvolles. Alarm schlagen sollte bei uns allen der 4. letzte Absatz (Schon im Frühling 2007 ...). So weit haben wir es gebracht, weil Leistung, Steigerung, Profit, Machbarkeit etc. viel mehr gelten als Respekt, Rücksicht, Verständnis, Eigenverantwortung, Mitgefühl.


Dieter Bachmann

18.03.2009, 11:56 Uhr

Alice Schwarzer als "Expertin" zum Thema "Männerkriminalität" zu befragen ist etwa dasselbe, wie wenn ein PNOS-Vertreter als "Experte" zum Thema "Ausländerkriminalität" zu Wort käme. Würde der Tages-Anzeiger sich einen derartigen ideologischen Faux-Pas erlauben? Eben.


Beate Klamm

18.03.2009, 11:24 Uhr

Wieso nur wird dieser Frau immer wieder ein Podium gegeben? Sie war mal gut, lang ist's her, aber seit den 80ern schreibt sie bloss noch Peinlichkeiten oder im besten Fall kräftig à la Schwarzer eingefärbte Trivialitäten wie obigen Text. Alice Schwarzer, die schlicht denkende Übermutter der Frauen und autoritäre Sachwalterin von deren Interessen, Fehlern und Pflichten, hat ausgedient.


Josi Meier

18.03.2009, 11:08 Uhr

Beim 1. mal durchlesen der beiden letzten Abschnitte, war ich wie erschlagen, waaaas meine doch nicht. Beim 2.,3., oder 4. mal durchlesen, musste ich eingestehen, ja so weit hergeholt ist das ja gar nicht. Es lohnt sich auf jeden Fall darüber nachzudenken und ev. die eine oder andere "Verhaltensweise" versuchen zu ändern.


Abra Melin

18.03.2009, 10:17 Uhr

Mehr Selbst-Bewusst-Sein ist nötig. Mehr Empathie, Einfühlungsvermögen, zu sich selber als auch zu anderen, ist nötig. Mehr Achtung eines jeden Menschen, egal welchen Geschlechts, Nation oder Religion ist nötig. Mehr Achtung jedes Menschen als Subjekt, als Existierendes Wesen ist nötig. Menschen werden viel zu oft in unserer Gesellschaft als Objekte behandelt, oft unbewusst und unabsichtlich.


Tim Krenz

18.03.2009, 09:50 Uhr

"Wir alle kennen depressive Frauen. Morden sie? Nein, höchstens sich selbst." - Diese Aussage ist tendenziös und total daneben. Frau Schwarzers Männerliebe hält sich offenbar in Grenzen. Meiner Meinung nach ist sie genau die Falsche, um sich zu diesem Thema zu äussern.


Patrick Bisang

18.03.2009, 09:44 Uhr

Die Diagnose, dass hier ein Mensch (Mann) am Werk war, der in seinem Rollenverständnis zutiefst verunsichert gewesen sein muss, mag man so stehen lassen. Das Rezept der Erziehung zur Menschlichkeit, welches Frau Schwarzer in scharfe Opposition zur Männlichkeit stellt - ich gönne ihr die scharfzungige Pointe - mutet indes gar paternalistisch an. Ob Frau Schwarzer die Ironie bemerkt hat?


Paul Rhymer

18.03.2009, 09:34 Uhr

In Winnenden starben Menschen. Das Ganze als eine Folge des Männlichkeitswahns darzustellen zeugt lediglich von Alice Schwarzers eigenem Wahn, alles Böse auf der Welt den Männern zuschreiben zu müssen. Nicht nur Jungs sondern auch Mädchen greifen heutzutage immer mehr zu Gewalt als Problemlöser. Das ist zwar erschreckend. Ausschliesslich Schuld der Männer ist es aber sicher nicht.


Thomy Franck

18.03.2009, 09:23 Uhr

Frau Schwarzer! Es ist schändlich dieses ungeheure Unglück für ALLE Beteiligten - egal ob Mann oder Frau! - hier feministisch zu polemisieren. Feminismus hat seine Berechtigung, aber nicht hier! Depressionen sind eine ernstzunehmende und vor allem furchtbare Krankheit. Hier spielt die Musik Frau Schwarzer. Die Gleichung: Unglück=böse ist falsch und zwar grundsätzlich! Der Rest ist tragisch!


Marcel Zufferey

18.03.2009, 09:17 Uhr

Dass Sie sich einmal um die Flurschäden der Emanzipation kümmern, hätte ich Ihnen nie zugetraut, Frau Schwarzer! Ihr in den Siebzigerjahren gemachter Ausspruch "Wenn wir wollen, dass es unseren Mädchen besser geht, müssen wir dafür sorgen, dass es unseren Jungen schlechter geht," zeitigt offenbar erste Folgen. Daran sind aber dieses Mal ganz sicher nicht wir Männer schuld- zumindest nicht alleine!


Gero Rubli

18.03.2009, 09:09 Uhr

Eine Männerhasserin analysiert die "Tat eines Frauenhassers". Da muss ja etwas Gescheites herauskommen.


Bernadette Gerber

18.03.2009, 09:05 Uhr

Amokläufer waren bis jetzt soviel ich weiss immer Männer, Raser sind sozusagen immer Männer, Vergewaltiger sind Männer, Diktatoren sind Männer!! Eigentlich müssten wir Frauen Angst haben vor Männer??!!


Marcel Aegerter

18.03.2009, 08:55 Uhr

Mangelnde Sozialkompetenz der Eltern ist das Problem. Viele Kinder erhalten heute keine Werte mehr vermittelt, weil schon die Eltern dem Wertezerfall erlagen: Kommerz, Konsum, das schnelle Leben. Was für Werte wollen solche Eltern ihren Kindern noch vermitteln ? Kinder brauchen viel Liebe und kreativen Input. Viele Eltern wissen leider nicht mehr, was ihre Kinder an Rüstzeug fürs Leben brauchen.


Kurt Staubli

18.03.2009, 08:49 Uhr

Alice Schwarzer schreibt: "...nicht durch ein Mehr an Männlichkeit, wie Professor Lenzen es fordert, sondern nur durch das Gegenteil: durch ein Mehr an Menschlichkeit!". D.h. Männlichkeit ist unmenschlich. Finde ich ein extreme Ansicht.


Stefan Bischof

18.03.2009, 08:44 Uhr

Da werden die Frauen jahrhundertelang entrechtet und kaum sehen sich ein paar Männchen ein wenig im Nachteil (z.B. durch Veränderungen im Bildungs- und Arbeitswesen), werden sie gleich als Verlierer bemitleidet. Dies führt z.T. dazu, dass gewisse Pädagogen fordern, ihnen wieder mehr Raum für ihre "Männlichkeit" (sprich: mehr Möglichkeit zu praktizierter Misogynie) zu bieten. Echt traurig.


Martha Meister

18.03.2009, 08:43 Uhr

Wir haben auch einen Frauenmörder, welcher eine Frau getötet hat, um ins Gefängnis zu kommen. Was man an Bagetellisierung und Schönrederei von diversen, teilweise sogar involvierten Fachschaften hat lesen müssen zu diesem Thema, zeigt eindrücklich , wie weit die Abstumpfung gegenüber Gewalt an Frauen in unserer Gesellschaft schon fortgeschritten ist. Dieser Artikel ist Oel für meine Mühlen. DANKE!


Gerhard Engler

18.03.2009, 08:34 Uhr

Schwarzer: Wir alle kennen depressive Frauen. Morden sie? Nein, höchstens sich selbst. Ich: Wir alle kennen depressive Männer. Morden sie? Nein, höchstens sich selbst.


Alain Demayer

18.03.2009, 08:24 Uhr

Hut ab, Frau Schwarz!


Peter Amrein

18.03.2009, 08:17 Uhr

Männlichkeit uns Menschlichkeit schliessen sich gegenseitig aus?!? Würde ein Mann so etwas über die Weiblichkeit schreiben wäre das wohl sein letzter Artikel gewesen. Überaus diskriminierend, diese Aussage. Diese Tragödie zu nutzen um das alte feministische Schema "Frau = Gut : Mann = Bös" zu popagieren ist wohl ziemlich daneben.


Rolf Moll

18.03.2009, 08:07 Uhr

Tatsache ist das Tim K in "psychiatrischer "Behandlung war. Wurde er da mit Psychopharmaka voll gepumpt sodass er genug davon hatte? Komisch das niemand auch nur entfernt daran dachte das Tim so etwas tun würde. Es ist bekannt das in vielen Fällen von Massakern, die Psychiatrie und Psychopharmaka eine gewichtige Rolle inne hat. Was lernen wir daraus?


Rainer Burri

18.03.2009, 07:51 Uhr

Kennt man die Biografie des jungen Tim K. wirklich im Detail? Als damals der sogen. 'Frauenmörder von Bern' noch nicht identifiziert war, hätte ich gerne gewusst, wie seine früheste Jugend (von Geburt an) verlief. Hatte er Liebe und Liebkosungen erhalten? War er umsorgt, usw.? Als er dann gefasst wurde, und seine Biografie erschien, waren die Fragen allesamt mit einem klaren NEIN zu beantworten!


Timo Spirig

18.03.2009, 07:50 Uhr

Wie reagiert die Gesellschaft auf die Gewalt? Anstelle von Problembekämpfung rufen wir nach Gegengewalt, nach Vergeltung, härterer Bestrafung! Wir als Gesellschaft zeigen ja auf, dass die Lösung der Probleme offensichtlich in neuerlicher Gewalt liegt. Es mag derzeit unpopulär sein, aber ich denke dass Opferschutz nur mit Täterhilfe zusammen geht. Rache und Strafen verschlimmern das Problem nur!


andreas helbling

18.03.2009, 07:50 Uhr

vielen dank für diesen doch so anderen artikel! ob die message ankommen wird?


Urs Falk

18.03.2009, 07:49 Uhr

Frau Schwarzer irrt. Offensichtlich hat sie ein sehr beschränktes, verzerrtes Bild von Männlichkeit. Der Weg zu mehr Mitmenschlichkeit des Mannes führt über seine Entwicklung von positiver Männlichkeit. Der Mann muss lernen, mit den archtypischen Kräften des Kriegers, Liebhabers, Magiers und Königs umzugehen, was dazu führt, dass er die Mitmenschen mit den Augen der Liebe wahrnimmt.


Rita Zurfluh

18.03.2009, 07:42 Uhr

Frau Schwarzer tut Trittbrettfahren. Daraus gesellsch. relevanten "Frauenhass" abzusondern ist sowas wie weibliche SVP, und hier auch narzistisch. Sie soll schweigen. Thema wäre viel mehr, weshalb sich Tim K. gerade von den Mädchen ignoriert und gedemütigt fühlte. Sich verhöhnt fühlen ist keine konstante Ursache von Frauenhass, höchstens eine variable. Also bitte gute Frau, Vorsicht Irrtum, bss...



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